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Zuzahlungsbefreiungsgrenzen für Medikamente

Seit Anfang 2012 gelten neue Zuzahlungsbefreiungsgrenzen für Medikamente, die gesetzlich Versicherten auf Rezept verordnet werden. Grund dafür sind Änderungen der Arzneimittelpreisverordnung durch den Gesetzgeber – die Krankenkassen mussten die Beiträge daraufhin neu berechnen, heißt es bei der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ABDA.

Ob ein bestimmtes Arzneimittel zuzahlungsfrei erhältlich ist, erfahrt ihr stets aktuell online, zum Beispiel auf www.aponet.de. Ist das Medikament nicht zuzahlungsfrei, wird Patienten empfohlen, in der Apotheke beim Rezepteinlösen nach einem zuzahlungsfreien Alternativpräparat zu fragen.

Grundsätzlich gilt: Medikamente für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sind von Zuzahlungen befreit.

Ansonsten werden mindestens fünf und maximal zehn Euro fällig – die genaue Höhe legt der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung fest. Die Gebühr darf jedoch nie über den tatsächlichen Kosten des Medikaments liegen.

Etwa jedes fünfte Arzneimittel, das nach den für die gesetzlichen Krankenkassen geltenden Erstattungshöchstbetrag einen sogenannten Festbetrag unterliegt, ist zuzahlungsbefreit.

Von der Zuzahlung befreit werden können Medikamente immer dann, wenn ihr Preis 30 Prozent unter dem Festbetrag liegt.

Wenn auf dem zuzahlungspflichtigen Medikament kein Befreiungsvermerk eingetragen ist und keine Befreiungsbescheinigung vorliegt, müssen die Apotheken Zuzahlungen von den Versicherten verlangen und an die Krankenkassen weiterleiten. Im Jahr 2010 handelte es sich dabei um 1,8 Mrd. Euro.
 

 


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