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Zöliakie – Trotzdem nicht auf Gluten verzichten?

Zöliake – und nun? Auch wenn es schwer ist: eine Gluten-Diät sollte unbedingt eingehalten werden.  Wer sich trotz Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit weiterhin glutenvoll ernährt, geht ernsthafte Risiken ein. Dann nämlich können aus diesem Fehlverhalten Mangelernährung, Autoimmunerkrankungen, psychische Erkrankungen und weitere Krankheiten entstehen. Etliche dieser Erkrankungen können auch wieder zurückgehen, wenn man seine Ernährung umstellt. Andere hingegen bleiben dauerhaft bestehen, dann gibt es kein Zurück mehr.

Was also kann passieren, wenn man trotz Zöliake oder Glutenunverträglichkeit weiterhin Gluten zu sich nimmt?

Mangelernährung

Weil Glutenunverträglichkeit und Zöliakie den Dünndarm zerstören, sind Nährstoffmängel häufig die Folge, da sie nicht mehr ausreichend aufgenommen werden können. Neben Vitamin- und Mineralstoffmängeln können noch weitere Folgen auftreten:

  • Blutarmut (seltener)
  • Verminderter Kalksalzgehalt im Knochen, Reduktion der Knochensubstanz (Osteopenie) oder sogar Osteoporose

Autoimmunerkrankungen

Etliche Autoimmunerkrankungen werden mit Zöliakie in Verbindung gebracht. Dazu gehören:

  • Diabetes Typ I (mehr als sechs Prozent aller Diabetiker leiden auch unter Zöliakie, oft ohne es zu wissen)
  • Rheuma und verbundene Krankheiten
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
  • Schilddrüsenerkrankungen

Psychische Erkrankungen

  • Depressionen
  • Bipolare Störungen
  • ADS und ADHS

Neurologische Erkrankungen

  • Gehirn- und Rückemmarksschäden bei Neugeborenen, wenn Ihre schwangeren Mütter trotz Zöliakie / Glutenunverträglichkeit Gluten zu sich genommen haben
  • Epilepsie
  • Weitere neurologische Störungen

Weitere Krankheiten

  • Funktionsstörungen von Gallenblase, Niere, Leber oder Bauchspeicheldrüse
  • Krebs, insbesondere Darmkrebs

Diese auszugsweise Liste sollte ausreichend motivieren, bei Zöliakie / Glutenunverträglichkeit auf eine glutenfreie Ernährung umzusteigen.

Viele Betroffene berichten, dass sie erst nach der Ernährungsumstellung gemerkt haben, wie schlecht es ihnen vorher ging. Also: auch wer denkt, er sei trotz Zöliakie komplett symptomfrei und wüsste nicht, warum er zukünftig auf Pizza und Co verzichten solle, sollte seiner Gesundheit zuliebe umsteigen. Die ersten Belohnungen treten oft schon einige Tagen oder wenige Wochen nach der Gluten-Abstinenz auf. Und auch eine eventuelle Erstverschlechterung, auf die die Besserung folgt, ist eher ein gutes Zeichen.
 

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