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Zinkmangel bei Neurodermitis

Eine gesunde Versorgung des Körpers mit dem Spurenelement Zink kann eine positive Wirkung auf die Neurodermitis und die Allergieanfälligkeit haben.

DAS SPURENELEMENT ZINK

Zink ist zusammen mit anderen Spurenelementen für die Funktionsfähigkeit von über 300 Enzymsystemen verantwortlich und bildet damit einen zentralen Nährstoff, bei dessen Unterversorgung Mangelerscheinung und Verschlechertung von bestehenden Krankheiten, unter anderem der Neurodermitis, auftreten können. Zink ist dabei auch Bestandteil der Enzyme, die für die Ablesung von genetischen Informationen und deren Umsetzung in Proteine verantwortlich sind.

Viele Studien belegen, dass in Mitteleuropa ein Mikronährstoffmangel mit dem Spurenelement Zink weit verbreitet ist. Verantwortlich dafür ist unter anderem der rückläufige Fleischkonsum in den Industrienationen. Zum anderen aber auch gestiegene Zinkverluste durch andere Krankheiten und falsche Zusammensetzung der Nahrung, die die Zinkversorgung im Körper hemmen, obwohl ausreichend Zink zugeführt wurde. Man spricht dabei von einer reduzierten "Bioverfügbarkeit".

ZINKMANGEL BEI NEURODERMITIS

Ein hoher Prozentsatz der im Körper gespeicherten Zinkvorräte befindet sich in der Haut.

Im Rahmen der NeurodermitIs verstärkt der Zinkmangel die Hautabschuppung und kann so zu einem Teufelskreis führen: Durch den Zinkmangel steigt die Hautabschuppung was mit einem erhöhten Trockenheitsgefühl der Haut und verstärktem Juckreiz einhergeht. Der Neurodermitiker fängt an zu kratzen, was wiederum zu einem erhöhten Zinkverlust führt. Die Hautabschuppung intensiviert sich.

 

Zudem hat Zink antiallergische Eigenschaften, da es die Histaminfreisetzung hemmt. Da Allergien und Neurodermitis in unmittelbarem Zusammenhang stehen (viele Neurodermitiker leiden auch unter Allergien) kann eine reduzierte Allergieneigung das Hautbild des Neurodermitikers zusätzlich positiv beeinflussen.

Nicht zuletzt konnte in vielen Studien gezeigt werden, dass Zink einen positiven Einfluss auf den Schweregrad und die Dauer von Erkältungen haben kann. So konnte zum Beispiel in einer Studie der Universität Detroit belegt werden, dass sich die Erkältungsdauer um 50% reduzieren kann, wenn eine ordnungsgemäße Zinkversorgung vorliegt. Da sich der Zustand der Neurodermitis auch bei einem geschwächten Immunsystem – hervorgerufen durch eine Erkältung – verschlechtern kann, sollte auch dieser Effekt nicht vernachlässigt werden.

Weitere Beschwerden, zu denen ein Zinkmangel führen kann, sind:

  • Brüchige Nägel
  • Akene
  • Haarausfall und Alopezie
  • Hautentzündungen und Hautrisse an den Mundwinkeln, der Nasenfalte oder hinter dem Ohr
  • Entzündungen der Schleimhäute

ZINKVERSORGUNG

Zink kommt vor allem in folgenden Lebensmitteln vor:

  • Fleisch: Schweineleber (6,3 mg), Rinderfilet (4,4 mg), Schweinefilet (1,9 mg), Putenbrust (1,8 mg), Huhn (1,0 mg)
  • Fisch: Lachs (0,8 mg), Forelle (0,5 mg)
  • Obst und Gemüse: Haferflocken (4,3), Weizen (4,1 mg), Roggen (3,9 mg), Erbsen (3,5 mg), Nüsse (3 mg), Spinat (0,6 mg), Broccoli (0,6 mg), Grüne Bohnen (0,3 mg), Bananen (0,2 mg)
  • Milchprodukte: Emmentaler (4,7 mg), Gouda-Käse (3,9 mg), Milch (0,4 mg)
  • Brot: Brötchen (1,1 mg), Toastbrot (0,2 mg)

Da Zink vor allem in Fleischprodukten vorkommt, sollten sich insbesondere Vegetarier, die unter Neurodermitis leiden, um eine ausreichende Zinkversorgung bemühen. Dies am besten in Absprache mit dem Arzt, der eine Untervorgung mit Zink festellen und arzneilich zugelassene Präparate verschreiben kann.

Quellen:
http://www.svendavidmueller.de

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Eine Antwort zu “Zinkmangel bei Neurodermitis”

  1. Tina sagt:

    “Da Zink vor allem in Fleischprodukten vorkommt …”
    Hä?? Bitte was?!

    Ich zitiere:
    Fleisch: Schweineleber (6,3 mg), Rinderfilet (4,4 mg), Schweinefilet (1,9 mg), Putenbrust (1,8 mg), Huhn (1,0 mg)

    Obst und Gemüse: Haferflocken (4,3), Weizen (4,1 mg), Roggen (3,9 mg), Erbsen (3,5 mg), Nüsse (3 mg), Spinat (0,6 mg), Broccoli (0,6 mg), Grüne Bohnen (0,3 mg), Bananen (0,2 mg)

    Wo ist da bitte der deutliche Vorteil von Fleisch gegenüber Gemüse/Getreide?! (Die Schweineleber mal außen vor gelassen, da diese wohl nicht zu den häufig verzehrten Produkten gehört und außerdem als Entgiftungsorgan von konventionell gemästeten Tieren zu viel Gifte enthalten dürfte)
    Aber Erbsen und Nüsse enthalten schon mehr Zink als Schweinefilet und Huhn, und wenn ich z.B. 200 Gramm Spinat, Brokkoli oder einen Getreidebrei/Haferflocken esse habe ich mehr Zink zu mir genommen als mit 100 Gramm Huhn.

    Wann hört das endlich mal auf, dass Fleisch immer wieder als das gesündeste Lebensmittel überhaupt propagiert wird?!!
    Der Nährstoffgehalt von Obst und Gemüse kommt da locker mit, sogar was die Eiweißversorgung betrifft.
    Man muss sich nur mal ein wenig damit auseinander setzen und seine Mahlzeiten richtig zusammenstellen.

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