});

Wussten Sie schon, …? – Kolumne von Roswitha Stracke (3)

Wussten Sie schon, dass auch Tannen- bzw. Weihnachtsbäumebäume allergische Reaktionen auslösen können?
In alten Zeiten stand der Weihnachtsbaum in der „Stube“, ein selten genutzter und deshalb meist nicht beheizter Raum. Heute im Zeitalter der Zentralheizung steht der Baum im warmen Wohnraum und bekommt von allen Seiten, bei Fußbodenheizung auch von unten, Wärme.

Diese fördert nicht nur das rasche Nadeln, sondern auch die vermehrte Freisetzung der Baumharze. Duftstoffempfindliche und auf Harze allergisch reagierende Menschen können darauf mit Reizhusten, Schwellungen der Schleimhäute, Atemnot oder Quaddeln reagieren. Die meisten hier beliebten Tannenbäume sind sehr harzreich und geben auch über die Nadeln zusätzlich Harz ab. Grundsätzlich empfiehlt es sich, den Baumstamm nur mit Handschuhen zu berühren, Harz lässt sich nur schwer von der Haut entfernen. 

Außerdem sollte der Baum etwa 1 Woche in einem kühleren Raum zum Akklimatisieren aufbewahrt werden (z.B. Garage). Zum einen, damit er nicht sofort Hitzewallungen bekommt und nadelt, was das Zeug hält. Aber auch damit Zecken (Borreliose-Gefahr!, siehe Zeckenstiche) in der Garage und nicht im Wohnraum abfallen! Das diesjährige milde Klima sorgt für zahlreichen Zeckenbefall, die in einer Art Kältestarre am Baum verweilen.

Leider stehen nur wenige und meist teure Bäume als Alternative zur Verfügung. Dazu gehört z.B. die Nobilistanne, auch Edeltanne genannt (lat. Abies nobilis). Das Holz ist harzarm, evtl. befinden sich Harztaschen am Stamm. Die Tanne duftet intensiv aromatisch (typischer Tannenduft), die weichen Nadeln halten auch in gut geheizten Räumen sehr lange. Ein weiterer Vorteil: kleine Kinder verletzen sich nicht so schnell. Die Nordmanntanne (lat. Abies nordmannia) hat ebenfalls harzarmes Holz und die Knospen sind harzfrei. Die Tanne riecht nicht so intensiv, ihre kaum stechenden Nadeln trocknen zwar ein, aber fallen nicht ab. Die Hemlocktanne (lat. Tsuga canadensis) ist harzarm, die Knospen harzfrei und die Nadeln stechen kaum. Der Baum hat eine gute, sprich lange Haltbarkeit.

Wir kennen das ja alle; kaum ist die Tür geöffnet, stürzen sich die Kinder auf den Baum. Meist fällt der Baum um, ein bis mehrere Christbaumkugeln müssen dran glauben und der erste Glanz ist ab. Das ist bei uns auch des öfteren passiert. Aber ganz ohne Zutun meiner Kinder halte ich den Rekord in Verweildauer des Weihnachtsschmucks;  Ein Baum (normale Fichte) überlebte nur den Heiligen Abend im Wohnzimmer. Das Harz löste bei mir eine heftige Atemnot aus, da musste der Baum leider weichen.
 

 

Unser herzlicher Dank für den Artikel und ihre Unterstützung in diesem Jahr sowie die besten Weihnachtsgrüße gehen an:

Autorin:
Roswitha Stracke
allergieberatung-stracke.de


Das könnte Dich auch interessieren:

  1. Wussten Sie schon, …? – Kolumne von Roswitha Stracke (12) Wussten Sie schon, … dass nicht jede Empfindlichkeit auch tatsächlich...
  2. Wussten Sie schon, …? – Kolumne von Roswitha Stracke (9) Wussten Sie schon, … dass die Kreuzallergie auf Apfel auch...
  3. Wussten Sie schon, …? – Kolumne von Roswitha Stracke (6) Wussten Sie schon, … dass mit dem Urteil vom 6.3.2012...
  4. Wussten Sie schon, …? – Kolumne von Roswitha Stracke (4) Wussten Sie schon, dass Bezeichnungen wie „Allergen- bzw. Allergiefrei“ oder...
  5. Wussten Sie schon, …? – Kolumne von Roswitha Stracke (7) Wussten Sie schon, … dass zukünftig Anträge auf Mutter-Kind-Kuren häufiger...

Dein Kommentar

*