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Wespenstichallergie

Die Wespenstichallergie kann vor allem im Sommer zur echten Nervenprobe für betroffene Allergiker werden. Ständig fliegen sie in der Luft, am Glas, am Eis. Die Wespenstichallergie gehört neben der Allergie gegen Bienen zu den häufigsten Auslösern von allergischen Reaktionen auf Insektenstiche in Deutschland, weit verbreitet sind vor allem Allergien auf das Gift bestimmter Faltenwespen.

Insgesamt sind bis zu 20 Prozent der Bevölkerung von einer Insektengiftallergie betroffen. Bei einem bis fünf Prozent der Deutschen treten sogar schwerere allergische Reaktionen auf, 10 bis 20 Fälle jährlich führen zum Tod. Vermutet wird, dass die Dunkelziffer an Todesfällen hoch ist.

Vom Großteil anderer Allergien abweichend ist bei der Insektengift- und damit auch Wespenstichallergie keine erblich bedingte Neigung zu Allergien, die sogenannte Atopie, notwendig: die Insekten stechen ihr Gift direkt unter die Haut und umgehen so das in der Haut gelegene Immunsystem. Dadurch erfolgt die Sensibilisierung gegen das Gift, das der Allergie zugrunde liegt, auf direktem Weg.

Der erste Wespenstich löst in aller Regel keine allergische Reaktion auf, da die Allergie erst durch und nach diesem ersten Stich entsteht. Dennoch sollte man bei jedem Stich Vorsicht walten lassen – eventuell hat man den ersten bereits in der Vergangenheit abbekommen, aber nicht bewusst wahrgenommen.

Symptome der Wespenstichallergie sind:

  • Lokale Hautreaktionen an und um die Einstichstelle mit Rötungen, Schwellungen und einem Brennen
  • Systemische allergische Reaktionen, die den ganzen Organismus betreffen: Übelkeit, Hitzegefühl, Kopfschmerzen, Schwindel, Augenbindehautentzündung, Quaddeln, Juckreiz
  • Schlimmstenfalls ein lebensbedrohlicher anaphylaktischer Schock mit Herzrasen,  Erbrechen, Blutdruckabfall, unkontrolliertem Urinieren und Stuhlabgang bis hin zu Atemnot und Bewusstlosigkeit

Im Falle eines anaphylaktischen Schocks ist Soforthilfe unumgänglich. Menschen mit schweren Allergien sollten immer ein Notfallset bei sich tragen, bestehend aus einem Antihistaminikum, Cortison und Adrenalin.

Langfristig erfolgreich behandeln lässt sich die Wespenstichallergie mit einer Hyposensibilisierung. Neun von zehn Patienten sind nach dieser Therapie nicht mehr von allergischen Reaktionen auf die Stiche betroffen.

Um Wespenstiche von vornherein zu vermeiden, gilt es, einige Grundregeln zu beachten:

  • Nur ruhig bewegen wenn eine Wespe in der Nähe ist
  • Nicht nach den Wespen schlagen, das macht sie aggressiv und erhöht die Gefahr, gestochen zu werden, massiv
  • Achtsam sein beim Verzehr von Süßigkeiten und Getränken sowie Fleisch im Freien

 

Mehr dazu unter:

Wespenstichallergie
Wespenstichallergie – Ursachen
Wespenstichallergie – Symptome
Wespenstichallergie – Diagnose
Wespenstichallergie – Behandlung


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