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Wenn aus einer Allergie Asthma wird

Die Zahl der Asthma-Erkrankungen steigt in Deutschland und anderen Industrieländern bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen stetig an. Nicht selten zählen Allergien zu den Auslösern der Erkrankung, weshalb die rechtzeitige Prävention besonders wichtig ist. Die häufigsten Allergien in Deutschland Experten schätzen, dass insgesamt etwa 16% der Bevölkerung in Deutschland an einer Pollenallergie leiden. Heuschnupfen tritt vor allem während der Pollenflugzeit zwischen Februar und Juli auf und kann Symptome wie juckende Augen, Kopfschmerzen, Schnupfen und starkes Niesen verursachen. Auslöser sind in den meisten Fällen Blütenstaub, Sträucher, Pollen wie Birken oder Erlen, Gräser oder Kräuter wie Beifuß.

 

Bildquellangabe: http://www.meds4all.de/asthma/

 

Ebenfalls häufig sind Lebensmittelallergien (etwa 5 bis 7% der Bevölkerung sind betroffen), die Beschwerden wie Juckreiz, Verdauungsprobleme, Ekzeme, Husten oder Atemnot verursachen können. Etwas seltener kommt es zu Tierhaarallergien, Schimmelpilzallergien oder Insektengiftallergien.

Die Bilanz der ISAAC Studie

Experten weisen verstärkt darauf hin, dass eine gesunde Lebensweise und Präventionsmaßnahmen einen entscheidenden Beitrag zur Minderung des Asthma-Risikos darstellen können. Untermauert wird diese Ermahnung durch die Ergebnisse der ISAAC-Studie, bei der er sich um eine weltweite Langzeitstudie zum Thema Asthma handelt. Seit Beginn der Untersuchung im Jahr 1991 wurden insgesamt zwei Millionen Kinder und Jugendliche in 106 Ländern untersucht.

Die Teilnehmer wurden dabei in zwei Wellen mit standardisierten Fragebögen befragt. Dabei wurde deutlich, dass ein gesunder Lebensstil einschließlich einer gesunden Ernährung, dem Verzicht auf Zigaretten durch die Eltern und regelmäßigem Sport einen großen Unterschied für das Erkrankungsrisiko macht (Quelle: Weltweite Mammut-Studie "ISAAC").

Weiterhin zeigte sich ein klarer Zusammenhang zwischen Asthma, Heuschnupfen und allergiebedingten Ekzemen. Kinder, die unter Heuschnupfen oder Ekzemen litten, hatten ein deutlich höheres Risiko später auch Asthma zu entwickeln. Interessanterweise erkrankten in englischsprachigen Ländern besonders viele Kinder und Jugendliche. Wissenschaftler erläuterten, dass dies an der ähnlichen Ernährung mit einer Tendenz zu Fast-Food und Backwaren in den unterschiedlichen Ländern begründet sei. Außerdem gaben Kinder von rauchenden Eltern deutlich häufiger an unter Allergien oder Asthma-Symptomen zu leiden.

Der Ablauf eines Etagenwechsels

Forscher im Bereich Allergien und Asthma warnen, dass bereits im Jahr 2040 etwa jeder zweite Europäer unter einer Allergie leiden könnte. Verschlimmernsich Allergien, dann kommt es in vielen Fällen auch zu sogenannten Kreuzallergien, bei denen bestehende Allergien zusätzliche Allergien auslösen. Werden Symptome wie eine verschnupfte Nase oder juckende Augen nicht richtig behandelt, dann kann es zu schwereren Beschwerden wie beispielsweise chronisch entzündeten Bronchien kommen. Entwickelt sich auf diese Weise eine Asthma-Erkrankung, dann liegt ein Etagenwechsel vor.

Experten weisen aus diesem Grund immer wieder darauf hin, dass es wichtig ist, Allergien auch im Anfangsstadium schon ernst zu nehmen und entsprechend zu behandeln. Ein Allergietest bei einem Facharzt kann schnell Klarheit bringen und den Weg zu einer geeigneten Therapie ebnen. Auch wenn die allergischen Symptome nur die oberen Etagen wie Nase und Augen betreffen, kann es vorkommen, dass die Bronchien bereits in Mitleidenschaft gezogen werden. Studien haben nämlich gezeigt, dass etwa 40% der Allergiker ohne Behandlung bereits nach etwa acht Jahren unter Asthma leiden.


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