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Wenn Allergien das Leben bestimmen

Wenn das Frühjahr beginnt, dann freuen sich die meisten Menschen auf den befreienden Aufenthalt in der Natur. Was gibt es Schöneres, als wohltuende Sonne zu tanken, die frische Luft zu genießen und der Natur beim Blühen zuzuschauen? Doch für Allergiker beginnt mit dem Frühjahr auch die Zeit des Leidens. Ganz besonders schlimm trifft es dabei die Menschen, die nicht nur auf die Pollen in der Luft allergisch reagieren, sondern für die auch der herzhafte Biss in den Apfel Konsequenzen für das körperliche Wohlbefinden hat.

Unterschiedliche Formen der Kreuzallergie

Menschen, die unter Heuschnupfen leiden, fühlen sich oft in ihrem normalen Alltag eingeschränkt. Der Anblick blühender Felder und Wiesen macht sich durch körperliche Symptomatik wie ständiges Niesen, tränende Augen, Kopfschmerzen oder Schnupfen bemerkbar. Doch birgt ein Heuschnupfen noch andere Gefahren in sich.
So kann eine Allergie auf Gräser zum Beispiel auch problematisch beim Verzehr von Hülsenfrüchten oder Getreideprodukten werden. Gräserpollen sind in ihrer Struktur den Eiweißen einiger Nahrungsmittel sehr ähnlich. Ist das körpereigene Immunsystem auf bestimmte Pollenarten sensibilisiert, so kann es beim Kontakt mit ähnlichen Pflanzen aus dem Gleichgewicht geraten.

Kräuterpollen-Allergikern kann es durchaus passieren, dass sich beim Essen von Tomaten, Paprika, Sellerie oder Möhren allergische Reaktionen bemerkbar machen. Wer auf Birkenpollen allergisch reagiert, der muss damit rechnen, dass ihm auch der Verzehr von Kern- und Steinobst nicht bekommt.

Doch Allergien beschränken sich nicht nur auf Blütenpollen. Bei einer Latexallergie besteht die Gefahr, das bestimmte Gemüse- und Obstsorten wie Kiwi, Bananen oder Avocados eine Kreuzreaktion auslösen können.

Eine Liste der am häufigsten auftretenden Kreuzallergien erhalten Sie auf https://www.europa-apotheek.com/themenshops/allergie/#Die_wichtigsten_Kreuzallergien.

Alarmierende Anzeichen für eine Kreuzallergie

Eine allergische Reaktion auf bestimmte Stoffe kann ganz plötzlich auftreten. Bei einigen Allergikern bleibt es bei einem unangenehmen Kribbeln und Brennen im Mund- und Rachenraum. Im schlimmsten Fall kann der Rachenraum anschwellen und damit eine akute Atemnot auslösen. Diese wiederum kann einen Kreislaufkollaps oder gar einen allergischen Schock zur Folge haben. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich bei einem Facharzt auf eine Pollenallergie und die bekannten Kreuzallergene testen lassen. Auch sollten Allergiker für den Notfall vorsorgen und Medikamente wie Antihistaminika, oder Kortison bei sich tragen.

Änderungen des Speiseplans

Wer von einer Kreuzallergie betroffen ist, sollte konsequent auf die Speisenzubereitung achten. Durch Einfrieren oder Kochen lassen sich viele Allergene dauerhaft zerstören. Da eine Kreuzallergie in Verbindung mit der Pollensaison auftritt, können Allergiker im Herbst und Winter aufatmen und die sonst verschmähten Früchte genießen. Wichtig ist weiterhin, die Inhaltsstoffe bei verpackten Lebensmitteln aufmerksam zu studieren. Oft verbergen sich in diversen Gewürzmischungen kleinere Mengen von Substanzen, die lebensbedrohliche Reaktionen auslösen können.

Ein Stück neue Lebensqualität

Wer unter einer Kreuzallergie leidet, sollte sich nicht entmutigen lassen. Mit einigen kleinen Veränderungen im Speiseplan und einer gewissen Vorsicht beim Verzehr verschiedenster Lebensmittel lässt sich eine Kreuzallergie durchaus in den Griff bekommen.

 


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