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Weizenkeimöl

Weizenkeimöl wird aus Weizen gewonnen und dient als Bestandteil von Pflegepräparaten wie Shampoos, gibt es aber auch zur innerlichen Einnahme, unter anderem für gesunde Haut und Haare. Sowohl die Pharma- als auch die Kosmetikindustrie setzen zunehmend auf das Öl.

Schon vor etwa 8.000 Jahren waren Wildformen des Weizens bekannt. Ursprünglich war er wohl in Vorderasien beheimatet, heute wird das Getreide auf der ganzen Welt angebaut, vor allem in:

  • Russland
  • Frankreich
  • England
  • Türkei
  • Deutschland
  • USA
  • Kanada

Weizenkeimöl – Gewinnung und Bestandteile

Weizenkeimöl (Triticum vulgare) ist eines der teuersten Pflanzenöle. Gewonnen wird es aus den nährstoffreichen Keimlingen der Weizenkörner. Dazu werden ganze 16 Tonnen Weizen benötigt, um einen Liter des Öls herzustellen. Meist wird das schonende, aber aufwändige Verfahren der Kaltpressung genutzt – so werden die Inhaltsstoffe bestmöglich erhalten. Alternativ kann auch das Verfahren der Extraktion angewendet werden, wobei das Öl mittels chemischer Lösungsmittel wie Hexan oder Benzin aus den Keimlingen gezogen wird. Dabei geht jedoch ein großer Anteil der wertvollen Substanzen verloren.

Im Weizenkeimöl enthalten sind:

  • 19% gesättigte Säuren: Palmitinsäure, Stearinsäure
  • 20% einfach ungesättigte Fettsäuren: Ölsäure
  • 61% mehrfach ungesättigte Fettsäuren: Linolsäure, Linolensäure
  • Vitamin E in besonders hohem Anteil, dazu Vitamin A, B, D und K

Das Öl hat eine dunkelgelbe Farbe und riecht intensiv nach Getreide.

Es ist sehr licht- und wärmeempfindlich und sollte daher im Dunklen und kühl gelagert werden. In ungeöffneten Flaschen hält es sich höchstens ein Jahr lang, geöffnete Packungen sollten im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von maximal acht Wochen aufgebraucht werden.

Weizenkeimöl – Verwendung

Das Öl kann in der kalten Küche für Dressings und Salate, Rohkostgerichte und Dipps verwendet werden, es verleiht ihnen eine würzige, etwas eigene Note. Oder man tropft es auf die fertige Suppe oder Sauce. Großer Hitze sollte das Weizenkeimöl hingegen nicht ausgesetzt werden, da dabei die meisten wertvollen Stoffe verloren gehen.

Regelmäßig verzehrt soll das Öl:

  • Die körperliche Leistungsfähigkeit steigern
  • Vorzeitiger Hautalterung entgegenwirken (Linolsäure, Vitamine)
  • Den Cholesterinspiegel senken
  • Das Immunsystem stärken
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Rückenbeschwerden vorbeugen
  • Bandscheiben und Bindegewebe stärken
  • Außerdem sollen die Bestandteile des Weizenkeimöls die Haare schützen und die Struktur der Haare fördern sowie Haarausfall entgegenwirken (durch die ungesättigten Fettsäuren).

Empfohlen wird das Mittel daher vor allem Menschen mit

  • erhöhtem Risiko oder bereits vorhanden Erkrankungen von Herz-Kreislauf-System, hohem Cholesterinspiegel, geschwächtem Bindegewebe, Rückenbeschwerden
  • Haarausfall oder brüchigen, stumpfen Haaren sowie jenen, die ihre Haare chemisch behandeln lassen (Färbung, Dauerwelle)
  • trockener Haut sowie zu empfindlicher, zu Juckreiz neigender Haut

Weizenkeimöl für Haut und Haare

Das Weizenkeimöl kann in vielfältiger Weise als Ersatz oder Ergänzung von Haut- und Haarpflegepräparate eingesetzt werden. Und zwar pur, als Maske und auf weitere Weisen:

  • Für brüchiges und trockenes Haar: ein paar Tropfen des Öls in den Händen  verteilen und damit durch die Haarspitzen fahren, Handtuch um den Kopf wickeln, 30 Minuten einwirken lassen, auswaschen
  • Zur Hautpflege: pur nach der Hautreinigung auf rissige und trockene Haut geben
  • In einer Mischung: mit Mandelöl und Jojoba-Öl mischen und auf die trockene Haut tupfen
  • In einer Quarkmaske: Quark mit etwas Weizenkeimöl vermischen und dick auf die Haut auftragen, nach 20 Minuten gründlich abwaschen

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