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Weiße Punkte auf der Haut?

Weiße Punkte auf der Haut können verschiedene Ursachen haben. Entweder handelt es sich um Pigmentstörungen, zum Beispiel im Rahmen der Hautkrankheit Vitiligo (siehe auch Vitiligo Bilder), oder eine Pilzinfektion liegt vor.

Weiße Punkte auf der Haut durch Pigmentstörungen

Die weißen Hautflecken können durch harmlose Pigmentstörungen entstehen, die wiederum verschiedene Ursachen haben können.

Besonders stark ausgebreitet sind sie bei der „Weißfleckenkrankheit“ Vitiligo, einer chronischen, nicht ansteckenden Hauterkrankung. In diesem Fall können sich die pigmentfreien Hautflecken immer weiter ausbreiten.

Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt, vermutet wird aber, dass die betroffenen Zellen zu viel Wasserstoffperoxid enthalten, der die Bildung des Hautfarbstoffs Melanin verhindert.

Oft gehen die weißen Punkte oder Flächen wieder zurück, selbst nach vielen Jahren kann eine Repigmentierung – also Wiedereinfärbung – erfolgen.

Weiße Punkte auf der Haut als Folge eines Hautpilzes

Leicht mit den Pigmentstörungen zu verwechseln sind jene weißen Punkte auf der Haut, die durch einen Hefepilz hervorgerufen werden. Bei der die Erkrankung handelt es sich um Pityriasis versicolor. Sie ist weit verbreitet und betrifft vor allem junge Menschen um das 20. Lebensjahr, Personen mit fettiger Haut sind häufiger betroffen. Die Erkrankung ist harmlos und basiert auf Hautpilzen (siehe auch: Dermatomykose), die auch – allerdings in geringerer Konzentration – auf der gesunden Haut vorkommen.

Pityriasis versicolor erkennt man daran, dass im Sommer weißen Flecken einfach nicht braun werden wollen – während diese Stellen im Winter eher bräunlich erscheinen. Sie sind typischerweise groß wie eine Münze, können aber auch zusammenwachsen zu ausgebreiteten Arealen. Schlimmstenfalls ist der gesamte Rücken befallen, im anderen Extrem nur ein stecknadelkopfgroßer Fleck.

Enge Kleidung ist eine der Hauptfaktoren, die die Krankheit begünstigen. Luftige Kleidung und das Waschen der Wäsche bei 60°C schaffen Abhilfe. Zudem können alkoholhaltige Antimykotika verschrieben werden, die Kopfhaut sollte dabei mit einem speziellen antimykotischen Schampoo mitbehandelt werden.

Die Erkrankung ist nur für Menschen mit dafür anfälligem Hauttyp (fettige Haut) ansteckend.

Zur Ansteckung sind drei Faktoren gleichzeitig nötig:

  • Kontakt mit Pilzsporen einer infizierten Person
  • Schwitzen
  • Für den Pilz günstiger Hauttyp

Die Flecken einer Pityriasis versicolor bleiben oft noch eine Weile bestehen, selbst wenn der Pilz wieder verschwunden ist. Allerdings neigt sie dazu, wiederzukehren. Oft gehört er erst dann der Vergangenheit an, wenn man zum Beispiel im Verlauf der Pubertät oder danach einen anderen Hauttyp bekommt.

Pilz oder Pigmentfleck?

Ganz einfach testen, ob es sich bei den weißen Punkten um Pigmentflecken oder eine Pilzinfektion, kann man daheim:

  • die betroffene Stelle fest mit einem Wattestäbchen abreiben
  • schuppt diese Stelle, handelt es sich vermutlich um einen Pilz
  • entstehen keine Schuppen, ist es wahrscheinlich eine Pigmentstörung

Beim Hautarzt kann man sich Gewissheit verschaffen, zudem wird dieser die richtigen Therapiemaßnahmen einleiten.
 


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