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Weiß belegte Zunge

Eine weiß belegte Zunge kann entsprechend diverser Naturheilverfahren, aber auch nach schulmedizinischen Richtlinien auf verschiedene Erkrankungen hinweisen.

Der Zungendiagnostik liegt die Idee zugrunde, dass die Zunge ein Spiegel des gesamten Organismus sei. Sie übernimmt vielfältige Aufgaben (Schmecken, Sprechen, Schlucken, Heiß/Kalt-Überprüfung) und bündelt Nervenstränge.

Die Zunge sollte am besten direkt nach dem morgendlichen Aufstehen betrachtet werden – noch vor dem Zähneputzen oder dem ersten Kaffee. Bei einer Zungendiagnose beim Arzt wird dieser auch nach den Ernährungs- und Lebensgewohnheiten fragen und zudem danach, seit wann der Belag auf der Zunge sichtbar ist und ob weitere Symptome wie Brennen oder Schmerzen auf der Zunge vorliegen.

Bei einem gesunden Menschen ist die Zunge feucht, glatt, blassrot und mit einem dünnen weißlichen Belag überzogen. Dieser besteht aus Keimen, alten Zellen und Nahrungsresten und lässt sich beim Essen und Zähneputzen leicht abreiben.

Ist die Zunge hingegen stark belegt, dann kann dies auf eine Erkrankung hindeuten.

Weiß belegte Zunge – mögliche Ursachen

Weißer Zungenbelag kann unter anderem ein Symptom der folgenden Krankheiten:

  • Leichter Magenkatarrh: dünner weißer Belag im Übergangsbereich zwischen vorderem und mittlerem Drittel der Zunge
  • Akute Magenschleimhautentzündung und andere Magen-Darm-Probleme: dicker weißlicher Belag, der sich von der Zungenmitte aus über die Zunge ausbreitet
  • Scharlach: weiß belegte Zunge mit Halsschmerzen und Fieber, nach 3 bis 4 Tagen stark gerötete Zunge
  • Blutarmut: insgesamteweißlich-helle und blasse Zunge
  • Mundsoor: weißer Zungenbelag auf der gesamten Zunge bis hin zu den Wangenschleimhäuten
  • Syphilis und andere sexuell übertragbare Krankheiten können ebenfalls mit einer weiß belegten Zunge einhergehen
  • Störung der Bauchspeicheldrüse: weißer Belag rechts und links der Mittelrinne

Daneben können verschiedene Zahnerkrankungen und Hautkrankheiten einen deutlich weißen Belag hervorrufen.

Die Zungendiagnose sollte mit anderen schulmedizinischen Diagnoseverfahren kombiniert werden, wie der Blutuntersuchung, zahnärztlichen Untersuchung oder Magenspiegelung.

Sehr oft ist ein Belag – auch ein weißer – harmlos und nicht therapiebedürftig. Die Therapie richtet sich, wenn sie denn nötig ist, nach der Ursache des Belags.
 


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