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Waschnüsse – Die allergikerfreundliche Alternative

In Indien werden so schon seit Jahrhunderten zum Waschen von Wäsche und Geschirr, aber auch Haut und Haaren verwendet: die Waschnüsse. Sie werden aus den Früchten eines indischen Baums gewonnen und schonen die Gesundheit, die Umwelt und die Geldbörse gleichermaßen.

Bis zu 15 Metern wächst der Waschnussbaum in die Höhe, er trägt lange, schmale Blätter und im März und April weiße Blüten. Erst nach zehn Jahren lassen sich die ersten Früchte ernten, anschließend jeden Herbst für 90 Jahre. Die reifen Nüsse sind zunächst klebrig und goldfarben, gehen beim Trocknen aber über in ein rötliches Braun bis sie pappig, dann hart und schlussendlich geknackt werden. Essen lässt sich der Kern nicht, dafür hat der nachwachsende Rohstoff viele andere Vorteile: biologisch abbaubar, nur halb so teuer wie Supermarkt-Waschmittel und behutsam zur gewaschenen Kleidung oder zum Geschirr.

Zum Waschen nimmt man einige halbierte Nüsse, legt sie in ein verschnürtes Stoffsäckchen und darin in die Wäsche oder die Spülmaschine. Ein weiteres Gimick: kurz in Wasser aufgekocht lassen sich die Schalen der Nüsse auch als Reinigungsmittel für sämtliche Oberflächen und sogar zur Haarwäsche nutzen.

Mit den Waschnüssen gewaschene Haare zeichnen sich durch erhöhte Fülle und Festigkeit aus, zudem fetten sie weniger schnell nach. Etliche Schuppenflechte-Patienten berichten außerdem, dass die pflanzliche Kopfwäsche ihnen gut gegen Juckreiz und Schuppenbildung hilft. Wer es ausprobieren möchte: sechs bis acht Schalenhälften in heißem Wasser für ein paar Stunden einweichen (das Einweichwasser aufheben!), anschließend in den meist mitgeliferten Stoffbeutel füllen, den Beutel rubbeln bis ein leichter Schaum entsteht. Den Schaum massiert man in die zuvor angefeuchtete Kopfhaut ein, zwischendurch taucht man den Beutel regelmäßig in das Einweichwasser. Am Ende mit klarem Wasser nachspülen.

Wie die Waschnüsse funktionieren

Die Nüsse haben einen besonders hohen Saponin-Gehalt. Saponine sind pflanzliche Tenside, die die Oberflächenspannung von Wasser herabsetzen, das Fett mit Wasser umschließen und Schmutzpartikel löslich machen. Zudem wirken sie leicht desinifizerend. Saponine werden zu den „Biodets“ gezählt – als biologisches Pendant zu den in Körperpflegeprodukten gewöhnlich verwendeten „Syndeds“, den synthetischen Detergenzien. Kommt die Waschnuss mit Wasser in Berührung, löst sich das Saponin von den Schalen. Je höher die Temperatur, umso stärker die Ablösung.

Als Biodet hat die Waschnuss zahlreiche Vorteile:

  • Die Farben der Kleidung bleiben sehr lange frisch
  • Auch ohne Weichspüler ist die Wäsche anschmiegsam
  • Die gewaschene Kleidung reizt auch empfindliche Haut nicht – weder enthält sie die sonst typischen Spuren von chemischen Aufhellern oder Lösungsmitteln noch die von Duft- und Konservierungsstoffen. Allergische Reaktionen sind damit praktisch ausgeschlossen.

ÖKO-TEST bescheinigt den in Deutschland vom Umweltbundesamt zugelassenen Waschüssen, dass sie keinerlei unerwünschte Inhaltsstoffe enthalten.
 


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