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Verhornung der Haut

Verhornung der Haut (Keratinisierung) tritt sowohl in der Epidermis, als auch in verschiedenen Schleimhäuten auf. Die Verhornung sorgt dafür, dass die Hautoberflächen stabil bleiben. Bei der Verhornung werden Epithelzellen zu hornbildenden Zellen (Keratinozyten) zu Hornzellen (Korneozyten) umgebildet.

Wie die Verhornung der Haut abläuft

Die Verhornung beginnt in der Stachelzellschicht der Epidermis (Stratum spinosum). Dort wird das Cytoplasma der Zelle umgewandelt, indem vermehrt Keratin und andere Stoffe gebildet werden.

In der Körnerschicht (Stratum granulosum) verlieren die Hautzellen ihren Kern und bilden in Granula verhülltes Keratohyalin.

In der Hornschicht (Stratum corneum) werden Korneozyten gebildet, dabei flachen die Zellen ab und der Zellkern ist degeneriert.

Wenn die Verhornung gestört ist

Es gibt zahlreiche Haut- und Nagelerkrankungen, die mit einer Störung der Verhornung zu tun haben. Die gesunde Verhornung wird als Orthokeratose bezeichnet. Ist die Verhornung der Haut gestört, können verschiedene Fälle eingetreten sein:

  • übermäßige Verhornung der Haut (Hyperkeratose)
  • mangelhafte Verhornung (Hypokeratose)
  • Auflösung der Hornschicht (Keratolyse)

Bei der Hyperkeratose, der übermäßigen Verhornung, ist die äußerste Schicht der Oberhaut (Stratum corneum) klein- oder großflächig dicker – entweder, weil die Zellbildung im Stratum basale zu schnell abläuft, also zu viele Korneozyten gebildet werden (Proliferationshyperkeratose), oder weil die Korneozyten aus dem Statum disjunctum nicht genügend abgeschilft werden (Retentionshyperkeratose).

Die Gründe der Verhornungsstörungen sind vielfältig und zum Teil noch nicht wissenschaftlich geklärt.

Bei der Hyperkeratose gelten endogene Faktoren (genetisch bedingt oder durch Stoffwechselveränderungen) als mögliche Ursachen. Dies ist der Fall bei Schuppenflechte, dem chronischen Ekzem, endogener Akne und Keratosis pilaris. 

Es können aber auch exogene (äußere) Faktoren verantwortlich sein, zum Beispiel die übermäßige mechanische Belastung der Haut durch ständige Reibung und zu hohen Druck, Gifte wie Arsen, UV-Strahlung oder komedogene Substanzen.

Je nach vorliegender Störung der Verhornung der Haut kommen unterschiedliche Behandlungsmaßnahmen in Betracht. Die Hyperkeratose beispielsweise kann Hormonell, mechanisch mit Hornhautraspeln und Hornhauthobeln sowie Peelings oder mit Medikamenten (Keratolytika) therapiert werden.
 


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