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Verbreitung und Ursachen von Neurodermitis

Die Neurodermitis Verbreitung ist vor allem in den westlichen Industrieländern sehr hoch. So sind etwa vier Millionen Deutsche von der Krankheit betroffen, darunter viele Kinder. Jedes fünfte bis siebte Kind in Europa leidet inzwischen an Neurodermitis, noch bevor es in die Schule kommt – Tendenz stark steigend. 

Allein in den letzten dreißig Jahren hat sich die Neurodermitis Verbreitung, also die Zahl der Erkrankten, verdreifacht. Woran das liegt ist bisher nicht ganz klar. Als mögliche Neurodermitis Ursachen gibt die Medizin veränderte Lebensumstände an. Zu den wesentlichen Neurodermitis Ursachen gehören:

  • Das Leben in beheizten Räumen: Dies führt unter anderem zur Verbreitung von Hausstaubmilben, gegen die viele Neurodermitker

    allergisch reagieren. Was man tun kann, um Hausstaubmilben zu reduzieren, erfahrt ihr unter: Hausstaubmilben und Neurodermitis

  • Eine einseitige fett- und zuckerhaltige Ernährung: Allergien und Neurodermitis hängen eng zusammen. Daher ist es wichtig, sich ausgewogen, gesund und allergen-arm zu ernähren. Wie das geht, erfahrt ihr unter Neurodermitis-Ernährung. Auch ist eine histaminarme Ernährung wichtig, da Histamin Juckreiz auslöst. Hier erfahrt ihr alles zum Thema Neurodermitis und Histamin.
  • Zunehmender Stress und psychischer Druck in Schule und Beruf: Stress und psychischer Druck wirken sich negativ auf den Hautzustand bei Neurodermitis aus. Was ihr tun könnt, um Stress zu reduzieren, erfahrt ihr unter Neurodermitis und Stress. Durch Stress und nächtlichen Juckreiz können Schlafstörungen entstehen, die sich ebenfalls negativ auf die Neurodermitis auswirken. Was man gegen Schlafstörungen tun kann, erfahrt ihr unter: Schlafstörungen bei Neurodermitis.
  • Künstliche Materialen und Farbstoffe in der Kleidung: Der Import von Textilien aus Billiglohnländern wie Bangladesch oder China wächst stark. Die in diesen Textilien verwendeten Materialien unterliegen oftmals keiner Kontrolle. Allein die Auswahl des richtigen Textilstoffe (siehe Neurodermitis-Kleidung) und der Verzicht auf Nickel und Kobalt haltige Reißverschlüsse und Knöpfe kann die Symptome der Neurodermitis deutlich reduzieren.
  • Seltenere körperliche Arbeit und Bewegung an der frischen Luft: Die Hygienethese sagt, dass die reduzierte Konfrontation mit unhygienischen Lebensräumen die Zunahme an Neurodermitis bedingt, weil das Immunsystem sich von der Bekämpfung unhygienscher Lebensumstände nun auf Probleme der Haut fokussiert. Zudem kann sportliche Aktivität bei Neurodermitis helfen, den Körper fitter und resistenter zu machen, was sich ebenfalls positiv auf die Neurodermitis auswirken kann.
  • Zunehmende Umweltverschmutzung: Eine hohe Neurodermitis Verbreitung ist vor allem in Industrienationen, aber auch in den ehemaligen Ostblockstaaten zu beobachten. Daher wird die Umweltverschmutzung als weiterer Auslöser der Neurodermitis gesehen.
  • Genetische Veranlagung: Die Wahrscheinlichkeit, ein Kind mit Neurodermitis zu bekommen, steigt, wenn die Eltern auch unter Neurodermitis leiden (siehe untere Grafik). Was man bereits in der Schwangerschaft und danach tun kann, um den Ausbruch der Neurodermitis beim Neugeborenen zu vermeiden, erfahrt ihr unter: Prävention von Neurodermitis.

Bildquelle: Fokus

Zuletzt haben auch die Fortschritte in der modernen Medizin ihre Schattenseiten hinterlassen. Die durch die Fortschritte reduzierte Infektionsanfälligkeit verlagert die Empfindlichkeit des Immunsystem in Richtung allergischer Erkrankungen.

Aus all diesen Gründen nimmt die Neurodermitis Verbreitung zu. Die Krankheit gilt damit als Zivilisationskrankheit. Schon der Vergleich von Stadt- und Landleben verdeutlicht die Gefahren von künstlichen Lebensräumen: Kinder auf dem Land bewegen sich zum einen häufiger an der Luft als Kinder, die in der Stadt wohnen. Dabei kommen sie aber auch öfter mit Keimen in Berührung, was die Anfälligkeit für die Entstehung von Allergien vermindert.

Bei etwa 30 bis 60 Prozent der Kinder klingt die Neurodermitis nach dem Baby- und Kleinkindalter (siehe auch Neurodermitis bei Babys) ab. Etwa 70 Prozent der Kinder und Jugendlichen sind bis zur Pubertät frei von Symptomen. Während sich die Beschwerden bei den meisten Kindern mit dem Älterwerden vermindern oder sogar verschwinden, bleibt jeder Dritte auch als Erwachsener krank, dann jedoch in reduzierter Ausprägung (siehe dazu auch die Studienergebnisse zu Neurodermitis bei Erwachsenen).

Neurodermitis behandeln heißt daher immer Neurodermitis verstehen. Es ist wichtig, sich intensiv mit Ursachen und Symptomen der Krankheit auseinanderzusetzen.

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Linktipp:

Auch auf curado.de findet ihr zahlreiche Infos zur Neurodermitis


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