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Ventolin

Ventolin ist ein verschreibungspflichtiges Dosier-Aerosol zur Behandlung von Asthma. Bei einem Asthmaanfall verengen sich die Bronchien, wodurch die Luft schlechter in die Lungen gelangt. Die Folgen: Atemnot, Keuchen, Engegefühle in der Burst. Ventolin wirkt wie ein Beta2-andrenerger Rezeptorantogonist, der die Betarezeptoren im Körper stimuliert. Dadurch entspannen sich die Muskeln in der Lunge, die Luft kann wieder leichter fließen. Ventolin enthält unter anderem Salbutamol, das Entzündungen lindert und damit ebenfalls die Beschwerden bei Asthma verringert.

Das Mittel wirkt krampflösend auf die Bronchialmuskulatur und dient der Vorbeugung akuter Atemnot bei:

  • Asthma
  • Chronischer Bronchitis (mit oder ohne Lungenblähung)

Durch die Inhalation gelangt der Wirkstoff schnell und direkt in die Lungen.

Oft wird Ventolin gemeinsam mit anderen, vorbeugenden Therapiemaßnahmen eingesetzt, um die Schleimproduktion und die Entzündung in der Brust zu hemmen, die die Schwere von Asthmaanfällen verstärken können.

Ventolin – Anwendung

Damit Ventolin richtig wirken kann, muss es wie vorgesehen angewendet werden.

Die Dosierung richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung und wird vom Arzt festgelegt. Üblich sind folgende Dosierungen:

  • Kinder über 12 Jahre und Erwachsene: 1-2 Aerosolstöße bei akuter Atemnot, bei Anstrengungsasthma 2 Stöße vor körperlicher Betätigung. In der Langzeitbehandlung 2 Stöße 3-4 mal täglich
  • Kinder von 4 bis 12 Jahren: nur unter Aufsicht von Erwachsenen. Bei akuter Atemnot 1 Stoß, zur Vorbeugung bei Anstrengungsasthma 1 Stoß vor der Betätigung. In der Langzeitbehandlung 1 Stoß 3-4 mal täglich

Zu hoch dosiert ist Ventolin, wenn Herzklopfen auftritt oder die Hände zittern. Diese Beschwerden verschwinden meist innerhalb weniger Stunden. Starke Beschwerden sollten aber auf jeden Fall mit dem Arzt besprochen werden.

So wird Ventolin korrekt angewendet:

  • Deckel vom Mundstück entfernen. Überprüfen, dass keine losen Partikel innen oder außen am Aerosol sind. Schütteln, vor erstem Gebrauch sowie wenn länger als 1 Woche nicht benutzt: 2 bzw. 1 Stoß in die Luft geben, bevor Ventolin eingesetzt werden kann.
  • Aerosol aufrecht, mit dem Mundstück nach unten halten, langsam und vollständig ausatmen, Mundstück sofort in den Mund nehmen, fest mit den Lippen umschließen.
  • Gleich nach Beginn des Einatmens Daumen und Zeigefinger fest gegeneinander drücken, sodass eine Dosis gesprüht wird. Dabei weiter ruhig und tief atmen.
  • Am Ende des Einatmens Mundstück aus Mund nehmen, Atem solange wie möglich anhalten, ruhig ausatmen.

Sind mehrere Stöße nötig, muss das Aerosol weiter aufrecht gehalten werden, nach einer halben Minute Wartezeit erneut inhalieren.

Nach Gebrauch: Deckel aufsetzen, bis er einrastet.

Ventolin sollte mindestens einmal in der Woche gereinigt werden (siehe Verpackungsbeilage für genaue Hinweise).

Kinder sollten das Aerosol nur unter Aufsicht von Erwachsenen einnehmen, sollten sie Probleme bei der Anwendung haben (zum Beispiel, weil sie nicht so fest drücken können), kann der Arzt eine Vorschaltkammer oder ähnliches verordnen.

Die Wirkung hält etwa vier Stunden an. Sollte sie weniger als drei Stunden andauern, sollte man nicht die Dosis erhöhen, sondern den Arzt informieren.

Ventolin – Nebenwirkungen

Ventolin gilt als gut verträglich, mögliche Nebenwirkungen sind jedoch:

  • Leichtes Zittern, Nervosität
  • Schwindel
  • Kreislaufprobleme
  • Müdigkeit
  • Reizbarkeit
  • Verstärktes Schwitzen
  • Überempfindlichkeitsreaktionen Hautausschläge, geschwollene Augenlider und Lippen
  • Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Halsirritationen
  • Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe (sehr selten)
  • Husten

Bei Kindern: Erregung.

Bei starken Beschwerden sollte die Behandlung sofort abgebrochen werden und mit dem Arzt gesprochen werden.

Ventolin – Gegenanzeigen

Nicht oder nur nach Absprache mit dem Arzt sollte Ventolin zum Einsatz kommen bei:

  • Allergien gegen einen Inhaltsstoff
  • Diabetes
  • Arrhythmien
  • Herzerkrankungen
  • Hyperthyreose
  • Gleichzeitiger Einnahme von Herzmedikamenten (Betablocker) sowie Medikamenten gegen Parkinson, Schilddrüsenkrankheiten, Rheuma, Diabetes, Allergien
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit
     

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