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Urin gegen Pickel?

Der Einsatz von Urin gegen Pickel ist äußerst umstritten, wird aber in der Naturheilkunde regelmäßig empfohlen. Ob Urin gegen Pickel helfen kann, und welche Behandlung wir stattdessen empfehlen.

Die Verwendung von Eigenurin bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Akne hat ein lange Tradition. Schon seit 2500 Jahren soll er angewendet worden sein, zum Beispiel in Indien als Teil des Ayurveda. Auch ist bekannt, dass bereits Hippokrates im vierten Jahrhundert vor Christus Urin zu therapeutischen Zwecken einsetzte.

Wie wirkt Urin gegen Pickel?

Urin soll über 2.000 Substanzen enthalten, neben Wasser unter anderem die folgenden:

  • Mineralien
  • Säuren
  • Hormone
  • Stoffwechsel-endprodukte

Grund für die Wirkung, so die Befürworter der Methode, sei der im Urin enthaltene Harnstoff, der Entzündungen hemmen, Keime abtöten und die Heilung fördern soll. Der Harnstoff soll der Haut zudem helfen, Feuchtigkeit länger zu binden.

Der eigene Urin sei das ideale, da individuelle und passende Mittel gegen unreine Haut und Pickel. Der Mensch wird mit „dem Eigenen“ konfrontiert, worauf das Immunsystem reagieren soll. Die Urin-Behandlung gehört wie die Eigenbluttherapie zu den Reiztherapien.

Da kann man auch über den zunächst abschreckenden Gedanken hinwegsehen, so die Heilpraktiker, die die Urintherapie immer wieder empfehlen.

Hinweise zur Anwendung

Zur Eigenurintherapie stets nur den Mittelstrahl verwenden. Also beim Wasserlassen nicht die ersten und nicht die letzten Tropfen. Aufgefangen werden kann der Mittelstrahl mit einem Glas oder Becher, er sollte dann sobald wie möglich verwendet werden.

Nun lässt sich der Urin auf zwei Weisen verwenden: innerlich als Getränk oder äußerlich als Lösung für die Haut.

Innerliche Anwendung:
Ein kleines Glas am Morgen trinken, eine halbe Stunde vor dem Frühstück. Kann mit Obstsaft gemischt werden.

Äußerliche Anwendung:
Wattebausch in das Gefäß mit dem Urin tränken, die Mitesser und Pickel betupfen. 10 bis 15 Minuten einwirken lassen, Haut danach gründlich mit lauwarmem Wasser abwaschen.

Auch ein Bad, angereichert um einige Becher Urin, ist möglich (zum Beispiel zur Anwendung bei Pickeln am Rücken)

Urea statt Urin gegen Pickel

Statt des verunreinigten Urins empfehlen wir Präparate mit dem ähnlich klingenden, künstlich hergestellten Urea, der Harnsäure. Diese kann die Haut regulieren und kommt ganz ohne das Infektionsrisiko aus, das mit der äußerlichen Eigenurin-Therapie gegen Pickel einhergeht. Siehe auch Urea pura.
 


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