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Unreine Haut in der Schwangerschaft

Unreine Haut in der Schwangerschaft ist ein Symptom der veränderten Hormonlage im Körper. Am häufigsten treten die Mitesser und Pickel bei Schwangeren in den ersten Monaten auf. Die Erkrankung wird auch als „Schwangerschaftsakne“ bezeichnet.

Ursachen

In der Schwangerschaft produziert der Körper vermehrt bestimmte Sexualhormone, das Hormongleichgewicht kann dadurch ins Wanken geraten. Eine mögliche Folge: die Haut wird durch die Hormone dazu angeregt, vermehrt Talg zu produzieren. Häufig geht dabei noch eine übermäßige Verhornung der obersten Hautschicht einher – beides zusammen führt dazu, dass die Ausführungsgänge für den Talg verstopfen und damit Mitesser bilden, die sich entzünden können (Pickel). Oft geht die unreine Haut in der Schwangerschaft nach einigen Wochen wieder weg, manche sind jedoch auch die ganze Zeit über davon betroffen. Spätestens nach der Geburt reguliert sich die Haut jedoch wieder, Unreinheiten gehen zurück und Pickel heilen ab.

Behandlung

Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei der Schwangerschaftsakne kaum. Wichtig ist es, auf geeignete, nicht komedogene Produkte zur Hautreinigung und Hautpflege zu setzen. Aggressive Substanzen sind ebenso wie besonders fettige nichts für die unreine Haut. Auch Alkohol und Sulfate sollten nicht in den Mitteln enthalten sein: sie können die Haut austrocknen, die darauf mit einer weiter gesteigerten Talgproduktion reagiert. Besser ist eine sanfte, pH-neutrale Reinigungsmilch.

Auch sollten die verwendeten Präparate arm an Reizstoffen und Allergenen wie Duftstoffen und Konservierungsstoffen sein.

Die Hausmittel gegen Pickel sind umstritten – vor allem Teebaumöl und Zahnpasta greifen die Haut mehr an, als ihr zu helfen. Auch Essig, Backpulver, Zucker und Salz sind nur bedingt zu empfehlen und keineswegs eine Garantie für reinere Haut.

Ausdrücken sollte man die Pickel nicht – wer sie entfernen lassen will, sollte zum Hautarzt oder einem medizinisch ausgebildeten Kosmetiker gehen. Der Hautarzt kann auch Medikamente verordnen, die für das Ungeborene unschädlich sind:

  • Nicht geeignet sind Mittel mit Isotretinoin (Roaccutan, Aknefug Iso etc.), diese können das Ungeborene schwer schädigen
  • Auch Tretinoin wie Airol, Benzoylperoxid, Clindamycin oder Tetracycline sind nicht geeignet
  • Eher können hingegen verschreibungspflichtige Salben mit Erythromycin eingesetzt werden
     

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