Triclosan Creme

Triclosan ist als leicht betäubender und antiseptischer Wirkstoff Bestandteil zahlreicher Cremes, Salben und Lotionen gegen infektiöse Hautkrankheiten. Eine Triclosan-Creme beinhaltet typischerweise zwischen einem und drei Prozent Wirkstoff-Konzentration.

Haupteinsatzgebiet einer Triclosan-Creme sind großflächige Hautinfektionen durch Bakterien, Viren oder Pilze. Gerade die offene, wunde, rissige Neurodermitis-Haut neigt zu solchen Infektionen. Am bekanntesten sind unter Neurodermitikern wohl die Staphylokokken-Bakterien, die die kranke Haut häufig chronisch befallen. Neben Neurodermitis wird Triclosan-Creme verordnet bei:

  • Akne
  • Lichen
  • Herpes
  • Nummuläres Ekzem
  • Schuppenflechte (Psoriasis)

Um die Wirkung zu verstärken, kann ein sogenannter Okklusionsverband genutzt werden. Die eingecremte Haut wird dabei von einem Verband umschlossen, der Wirkstoff bleibt länger auf der Haut und zieht tiefer ein. Okklusionen sollten niemals auf eigene Faust angewendet werden, sondern ausschließlich nach Absprache mit dem Arzt, denn: nicht nur die Wirkung steigt, auch die potenziellen Nebenwirkungen wachsen.

Präparate mit Triclosan werden in der Regel nur kurzfristig angewendet, eine „proaktive“ Dauerbehandlung zur Vorbeugung von Infektionen ist umstritten.

Triclosan-Cremes sind im Handel sowohl als Monopräparate, als auch in Kombination mit anderen Wirkstoffen, also als Kombinationspräparate erhältlich. Cliniderm, Cremol-Ritter, Lipo Sol Lotio Widmer, Procutol sind Monopräparate, die vor allem in der Schweiz verordnet werden. In Deutschland gibt sind unter folgende Cremes mit dem Wirkstoff auf dem Markt:

  • Basic Ccreme DAC
  • DuoGalen
  • Rutisept
  • Sebexol
  • Sicorten

In der Schweiz erhältlich sind die Kombi-Präparate Acne Creme Widmer, Antebor, Pixor, Sulgan-N sowie Undex.

Die genannten Produkte sind unseres Wissens nach teilweise verschreibungspflichtig, teilweise rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

Triclosan Creme – Nebenwirkungen?

Triclosan-Cremes können allergische Reaktionen und weitere Nebenwirkungen hervorrufen. Triclosan steht unter Verdacht, die natürliche Flora der Haut zu schädigen.

Im Falle einer Triclosan-Allergie müssen auch andere Produkte mit dem Inhaltsstoff vermieden werden, insbesondere kommt Triclosan vor in:

  • Deodorants
  • Desinfektionsmitteln
  • Kosmetika generell, Triclosan wird häufig als Konservierungsmittel eingesetzt
  • Seifen
  • Textilien, vor allem in als „allergikergeeignet“ deklarierten
  • Waschmitteln
  • Zahnpasta
     

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