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Teleangiektasien

Teleangiektasien sind irreversibel stark erweiterte, mit bloßem Auge erkennbar Kapillargefäße der Haut und Schleimhäute. Sie sind rötlich und treten überwiegend im Gesicht und an den Beinen auf. Der Begriff leitet sich aus dem Griechischen ab: tele für „weit“, angéion für „Gefäß“ und éktasis für „Ausdehnung“. Daneben werden auch einzelne mit bloßem Auge erkennbare Gefäße der oberen Dermis als Teleangiektasien bezeichnet. 

Die Teleangiektasie ist ein erweitertes Blutgefäß nah unter der Hautoberfläche. Sie tritt vor allem am Gesicht auf, dann handelt es sich um Couperose, daneben an den Beinen als Besenreiser. Beiden Formen sind harmlos, bilden sich allerdings nicht von allein zurück.

Frauen und Männer können gleichermaßen von Teleangiektasien betroffen sein.

Teleangiektasien – Ursachen

Die Ursachen sind vielfältig, die Gene spielen eine Rolle – bei Verwandten ersten Grades mit Teleangiektasien ist das Risiko, selbst daran zu erkranken, deutlich höher. Meist treten die Veränderungen erst im Erwachsenenalter auf: je älter wir werden, umso schwächer wird unser Bindegewebe, dadurch verlieren die unter der Haut liegenden Kapillaren Halt und werden sichtbar.

Verschiedene Erkrankungen wie Leberzirrhose, Hautkrankheiten oder Tumore können das Entstehen von Teleangiektasien begünstigen, zudem Faktoren wie:

  • Alkohol
  • Kaffee
  • Fettreiche Ernährung
  • Übermäßiges Sonnenbaden
  • Kortison-Salben, wenn sie über einen längeren Zeitraum auf die Haut aufgetragen werden

Häufig gehen die Veränderungen mit den folgenden Erkrankungen einher, daher sind sie als Symptome wichtig bei der Diagnose von:

  • Rosacea (Rosazea, Kupferfinne)
  • Naevus flammeus (Feuermal)
  • Mycosis fungoides
  • Spidernaevi bei Leberfunktionsstörungen, oft am Rumpf
  • Kollegenosen
  • Osler-Syndrom: geerbte Anhäufung in Teleangiektasien von Haut und Schleimhäuten
  • Basaliom: bösartiger Hauttumor
  • Karzinoid-Syndrome: mit Flush, Diarrhoe
  • Eaton-Mc-Kusick-Syndrom
  • Rothmund-Syndrom: meist an Gesicht und Ohr, oft begleitet von Kleinwuchs, Zahnfehlstellungen und Nagelveränderungen
  • Louis-Bar-Syndrom (Ataxia teleangiectatica)
  • Thomson-Syndrom mit Hyperpigmentierungen und Teleangiektasien an Kopf, Armen und Beinen
  • Bloom-Torre-Machacek-Syndrom
  • Sklerodermie

Teleangiektasien – Symptome

Die erweiterten Kapillaren treten häufig auf. Meist sind sie harmlos. Diagnostiziert werden können sie von jedem selbst daheim vorm Spiegel.

Da eine Teleangiektasie unter Umständen auf eine ernsthafte Erkrankung hinweist, sollte man dennoch einen Arzt aufsuchen, und zwar vor allem dann, wenn die sichtbaren Gefäßerweiterungen zahlreich und / oder in jungem Alter auftreten – dann können sie nämlich zum chronischen Blutverlust führen.

Treten die Veränderungen im Magen-Darm-Trakt auf drohen innere Blutungen.

Betroffen sind Menschen meist zum ersten Mal im Alter von 30 bis 50, wobei die Gefäßveränderungen mit dem Alter zunehmen.

Teleangiektasien – Behandlung

Im Mittelpunkt steht die Suche nach den Ursachen, da die Gefäßerweiterungen auf diverse Grunderkrankungen hindeuten und sich oft mit diesen verschlechtern. Die kosmetische Behandlung sollte dann im Hintergrund stehen.

Von selbst gehen Teleangiektasien keinesfalls zurück. Dafür bietet die Medizin verschiedene Therapien, mit denen sie gelindert bzw. beseitigt werden können:

ILP-2-Behandlung (Lichttherapie): ein intensiver Lichtimpuls wird auf die betroffenen Hautpartien gelenkt, die Wärmeeinstrahlung lässt das Blut an den Enden der stark erweiterten Gefäße gerinnen, wodurch diese in tiefere Hautschichten absinken und mit bloßem Auge nicht mehr sichtbar sind. Der Therapieerfolg zeigt sich sehr schnell.

Klassische Laserbehandlung: ist aggressiver als ILP-2 und kann zu bleibenden weißen Narben führen.
 


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