Tätowierung bei Neurodermitis, ist das ratsam? Diese Frage wurde an uns durch unsere Community herangetragen. jucknix beantwortet, ob ein Tattoo bei Neurodermitis Risiken birgt und was man beachten sollte.
Die, die bereits ein Tattoo haben und es entfernen lassen möchten, können sich zu empfehlenswerten Anbietern informieren unter tattooentfernen.at. Alle anderen sollten folgende Dinge bedenken, bevor sie sich stechen lassen.
Zunächst Grundsätzliches: Neurodermitis ist eine Hautkrankheit, die nicht ansteckend ist und vielfältige Ursachen hat. Das Zusammenwirken von genetischen Faktoren, Umwelteinflüssen, geschwächtem Immunsystem sowie Stress und psychischer Druck lassen die Krankehit ausbrechen und verschlimmern diese. Mehr dazu unter: Neurodermitis/ atopisches Ekzem
Neurodermitiker klagen unter trockener Haut gepaart mit fortwährenden Juckreizschüben. Durch das Kratzen entstehen Ekzeme und es beginnt ein Kreislauf aus Ekzembildung, trockener Haut, und noch stärkerem Juckreiz. Mehr dazu unter: Neurodermitis-Symptome
Viele Neurodermitiker sind zudem Allergiker. Bei Zuführung eines unverträglichen Allergens verschlechtert sich der Zustand der Neurodermitis sehr rasch. Deswegen empfiehlt es sich, mit dem Hautarzt genau zu identifizierien, gegen welche Allergene negative Reaktionen zu erwarten sind. Und sollte eine Tätowierung geplant sein, lässt sich gerade auf die Tattoofarbstoffe ein Allergietest durchführen.
In der Medizin liegen Berichte gegen Farbstoffunverträglichkeiten bei Tätowierungen gegen folgende Tätowierungsfarbstoffe vor:
* Grün: Meist hervorgerufen durch einen Chrom-Allergie
* Blau: Meist hervorgerufen durch eine Kobalt-Allergie
* Gelb: Mesit hervorgerufen durch eine Kadmium-Allergie
* Rot: Meist hervorgerufen durch eine Quecksilber-Allergie
Als häufigste Allergie tritt dabei die Allergie gegen Quecksilber, also roten Tätowierungsfarbstoff auf.
Zudem ist zu bedenken, dass eine Allergie auf Tätowierungsfarbstoffe nicht sofort ausbrechen muss. Eine grundsätzliche
Veranlagung kann dazu führen, dass eine heutige Verträglichkeit sich in späteren Jahren zu einer Unverträglichkeit entwickelt.
Die jucknix-Redaktion gibt daher die Empfehlung, bei Neurodermitis auf eine Tätowierung zu verzichten. Glaubt man jedoch, unbedingt eine Tätowierung haben zu wollen, empfiehlt es sich, bei einem Hautarzt einen ausführlichen Allergietest gegen Tätowierungsfarbstoffe, insbesondere gegen Chrom, Kobalt, Kadmium und Quecksilber durchführen zu lassen.
Weiter Informationen zum Thema Allergie findet ihr unter : Allergie
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