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Talgproduktion

Die Talgproduktion wird von der Talgdrüse übernommen, die sich im oberen Teil der Lederhaut befindet und zum Großteil am Epithel der Haaranlagen zu finden ist, daneben in den Nasenöffnungen, im Lippenrot und im Genitalbereich. Bei Talg (auch bezeichnet als Hauttalg oder Sebum) handelt es sich um ein Gemisch, das Haare und Haut (Hornschicht) geschmeidig hält und dafür sorgt, dass die Haut nicht austrocknet. Die Talgproduktion ist aber allen voran sehr wichtig für ein gesundes Hautmilieu und damit für den Schutz vor Krankheitserregern und Chemikalien sowie Hautkrankheiten.

Die Talgproduktion – Ort, Menge und Ablauf

Talg bilden die sogenannten Talgzellen (Sebozyten), die sich in den Zellen befinden; der Talg gelangt an die Hautoberfläche, indem die Zellen platzen.

Dabei werden ständig neue Sebozyten hergestellt, diese Zellen wandern nach ihrer Entstehung in die Mitte der Talgdrüse und produzieren dort Fette, die sich in den Zellen ansammeln – solange, bis die Zelle platzt, wobei sie selbst zu Teil des Talgs wird. Der Talgbrei schiebt sich durch den Follikelausgang durch die Haut und schleift dabei noch verhornte Zellen von der Follikelwand ab, die er ebenfalls mit an die Oberfläche transportiert.

Der größte Teil der Talgproduktion findet statt:

  • auf der Kopfhaut
  • im Genitalbereich
  • in der T-Zone im Gesicht
  • in der vorderen und hinteren Schweißrinne am Oberkörper

Fußsohlen und Handinnenflächen dagegen enthalten gar keine Talgdrüsen.

Talg setzt sich zusammen aus einer Fettmischung aus etwa 43% Triglyceriden, ca. 15% freien Fettsäuren, ca. 23% Wachsen, ca. 15% Squalenen und ca. 4% Cholesterin, sowie aus Proteinen. Die Talgproduktion und die Zusammensetzung des Sekrets unterscheiden sich zwischen Menschen.

Wie viel Talg hergestellt wird, hängt ab von:

  • Hormonen (vermehrte Talgproduktion in der Pubertät aufgrund hormoneller Umstellungen)
  • Geschlecht
  • Alter (weniger Talgproduktion im Alter)
  • Veranlagung
  • Ernährung (weniger Talgproduktion bei Hunger)
  • Umwelteinflüssen

Gestörte Talgproduktion

Eine gestörte Talgproduktion ist die Ursache verschiedener Hautkrankheiten. Dabei unterscheidet man zwischen Seborrhoe (übermäßiger Produktion) und Sebostatik (verringerte Talgproduktion). Ist die Talgdrüse verstopft, kann sich das Sekret anstauen, wobei eine Pore entstehen kann, über die Krankheitserreger in die Haut gelangen können – so kommt es zu Mitessern.

Talgproduktion regulieren

Eine gestörte Talgproduktion kann mit verschiedensten Medikamenten und Therapien reguliert werden, zudem kommen etliche Hausmittel und alternativmedizinische Ansätze wie Heilerde oder Dampfbäder mit Kamille in Frage.
 


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