Der Arzneistoff Tacrolismus wird als Alternative zu Cortison bei der Behandlung von Neurodermitis verwendet und wurde erstmalig 1994 in den Vereinigten Staaten zugelassen. Tacrolismus wird aus Pilzen gewonnen und soll deutlich weniger Nebenwirkungen aufweisen als Cortison (siehe Cortison Nebenwirkungen). Der Wirkstoff ist ab dem zweiten Lebensjahr zugelassen.
Tacrolimus wird bei Neurodermitis zur äußerlichen Anwendung in Form von Salben verschrieben. Wegen seiner entzündungshemmenden Wirkung kann es als Alternative zu Cortison eingesetzt werden. Tacrolismus sollte nur bei schweren und mittelschweren Schüben der Neurodermitis verabreicht werden. In Abhängigkeit des Alters sollten die Dosen unterschiedlich stark sein.
Eine Wirkstärke von 0,03% bei Kindern und 0,1% bei Erwachsenen wird empfohlen. Im Gegensatz zu Cortison kommt es nicht zu den Nebenwirkungen der Hautverdünnung sowie des erhöhten Augeninnendrucks.
Vorsicht ist jedoch geboten, da sowohl Tacrolismus als auch Pimecrolismus im Verdacht stehen, das Risiko für Hautkrebs und Lymphome zu fördern. Allerdings gibt es hier sehr unterschiedliche Meinungen. Während die amerikanische Gesundheitsbehörde im Jahr 2005 eine Warnung zur äußerlichen Anwendung ausgegeben hat, kommt die europäische Gesundheitsbehörde zu einem anderen Ergebnis: Die äußerliche Anwendung von Tacrolismis sei zu befürworten. Das Krebsrisiko werde durch die Neurodermitis selbst, nicht aber durch Tacrolismus verursacht.
jucknix-Tipp: Informiert Euch unter "Richtig-Eincremen", bei welchem Hautzustand welche Creme genutzt werden sollte!
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