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Stielwarzen selbst entfernen?

Stielwarzen selbst entfernen – geht das?

Bei Stielwarzen (Fibromen) handelt es sich um gutartige, anfangs kleine Wucherungen (Hautknoten) des Bindegewebes, häufig auftretend an Hals, Kopf und Körperspamm, seltener weniger sichtbar an den äußeren Schleimhäuten. Stielwarzen treten zunehmend mit fortschreitendem Alter auf. Sie sind höchstens ein Zentimeter groß, hautfarbig bis dunkelbraun und grundsätzlich ungefährlich (siehe auch Stielwarzen-Bilder).

Das Hautarztzentrum Kiel rät Menschen, die Stielwarzen selbst entfernen wollen, von diesen Experimenten ab und empfiehlt den Gang zum Arzt, um Infektionen und Narben vorzubeugen.

Für den Arzt ist die Entfernung eines Fibroms ein Standard-Eingriff etwa mittels eines kleinen Scherenschnitts, für den meist nicht einmal eine örtliche Betäubung notwendig ist. Alternativ können größere Stielwarzen auch mit einem Skalpell und örtlicher Betäubung entfernt werden, ebenso durch Vereisung (Kryochirurgie), Laser oder Elektrochirurgie. Die Lasertherapie ist besonders für Patienten geeignet, die unter wiederkehrenden, sogenannten rezidivierenden Warzen leiden, da der Laserstrahl auch langfristig einem Wiederauftreten vorbeugen kann.

Bezahlt werden muss die Entfernung vom Patienten selbst, es sei denn die Entfernung ist nicht nur aus kosmetischen Gründen gewünscht, sondern notwendig, weil zum Beispiel der Lidschlag bei einem Fibrom am Auge behindert wird. Die Kosten halten sich jedoch im Rahmen und rechtfertigen keine Selbstexperimente, da nur in einer professionellen Praxis Sterilität gewährleistet und eine Entzündung verhindert werden kann. Außerdem kann der Hautarzt bei Verdacht auf eine Grunderkrankung oder eventuell bösartige Hautveränderung weitere diagnostische Maßnahmen

Wer die Stielwarze trotzdem selbst entfernen will, der findet hier einige Diskussionen dazu:

In jedem Fall sollte man die Hautwucherung nicht aufkratzen, da dabei der für die Warze verantwortliche Virus austreten und weitere, neue Warzen verursachen kann.

Eher geeignet ist da die Behandlung mit Knoblauch (eine frisch aufgeschnittene Zehe auf die Warze reiben). Daneben gibt es in den Apotheken Medikamente zur Selbstbehandlung von Warzen in Form von Tinkturen und Pflastern, die die oberste Hornschicht der Warze auflösen, sodass sie sich leicht entfernen lässt.

Um einen langfristigen Heilungserfolg zu garantieren, sollten die Mittel den Verpackungshinweisen entsprechend bis zum Ende kontinuierlich benutzt werden.

Weiterhin können Vereisungssprays angewendet werden, wenn die Tinkturen und Pflaster nicht die gewünschte Wirkung zeigen.

Stielwarzen zu entfernen kann ein langwieriges Unterfangen sein, das bis zu sechs Monate in Anspruch nimmt.

Unbedingt abzuraten von einer Eigenbehandlung ist, wenn sich die Stielwarzen im Intimbereich oder an empfindlichen Körperstellen (etwa am Hals oder im Gesicht) befinden, tief ins Hautinnere reichen oder in großer Anzahl auftreten.
 

 

Quellen: http://www.hautarztzentrum-kiel.de/riskante-selbstheilungsversuche
 


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