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Sport bei Neurodermitis

Sportliche Aktivität bei Neurodermitis ist grundsätzlich sinnvoll. Jedoch sollten ein paar Besonderheiten und Regeln beachtet werden, damit sich die sportlichen Aktivitäten nicht kontraproduktiv auf den Hautzustand des Neurodermitis-Patienten auswirken.

Argumente, die generell dafür sprechen, gerade als Neurodermitiker Sport zu treiben, sind folgende:

  • Insbesondere Ausdaueraktivitäten führen zu einem starken Herz-Kreislauf-System
  • Blutfette und Blutzucker werden reguliert
  • Das Immunsystem wird gestärkt, der Neurodermitiker gegen "schädliche" Einflüsse resistenter
  • Das Ausschütten von Glückhormonen steigert das seelische Wohlbefinden, reduziert Stress und fördert die Entspannung

Gerade die Faktoren eines starken Immunsystem, welches eine Barriere gegen äußere Einflüsse und die generelle Allergieneigung bildet sowie der Abbau von "gefühltem" Stress sind die Hauptargumente, die für die Ausübung von Sport sprechen.

Welche Sportarten aber sollte der Neurodermitiker betreiben?

Diese Frage lässt sich nicht generell, aber für jeden Neurodermitis-Patienten im einzelnen beantworten und ist von den Faktoren Allergie-/ Asthmaneigung sowie von der individuellen Schweißbildung bei der jeweiligen Sportart abhängig.

 

Hinsichtlich der Allergie- und Asthmaneigung sollten vor allem Pollenallergiker Sportarten vermeiden, bei denen sich der Sportler einer hohen Pollenbelastung (siehe dazu auch unseren Pollenflugkalender) aussetzt.

Somit muss eine bestimmte Sportart nicht generell ausscheiden, sondern sollte von Jahreszeit, Wetter und Temperatur abhängig gemacht werden. Insbesondere Asthmatiker kommen mit feuchter, warmer Luft besser zurecht als mit kalter und trockener Luft. Kontaktallergiker sollten Sportarten meiden, bei denen sie dem allergieauslösenden Stoff ausgesetzt werden. Chlor beim Schwimmen kann zu allergischen Reaktionen führen und die Haut zusätzlich austrocknen.

Die Schweißbildung (siehe auch unseren Artikel zum Thema "Schwitzen bei Neurodermitis") spielt ebenso eine wichtige Rolle, da die Absonderung von Schweiß bei Neurodermitikern generell vermindert ist, außer in den Gelenkbeugen, wo es dann zu verstärktem Juckreiz kommen kann. Dieser Effekt ist nicht bei jedem Neurodermitiker gleich ausgeprägt. Daher sollten die positiven Effekte des Schwitzens gegenüber den negativen, d.h. der Juckreizbildung, genau abgewogen werden. Um zu starkes Schwitzen zu unterbinden, sollten eher Ausdauersportarten gewählt werden und Sportarten mit einer Maximalbelastung des Kreislaufs gemieden werden.

Auch die Hygiene sollte beim Sport für Neurodermitiker beachtet werden. Sportarten wie Fussball führen zu engem Kontakt mit Mitspielern und dem Rasenplatz. Dies führt zu einer Verunreinigung der Haut. Die gestörte Haut-Lipid-Barriere des Neurodermitikers lässt so oftmals Fremdkörper leichter in die Haut eindringen, was zu Juckreiz und Hautausschlag führen kann. Daher lautet die Devise: Eher Sportarten wählen, die hygienischer sind, wie z.b. Radfahren oder Fitnesstraining.

Für die Auswahl der Sportkleidung gilt: Eng anliegende Kleidung vermeiden und atmungsaktive Fasern wählen, die den Temperaturausgleich des Körpers fördern. Weitere Informationen zum Thema Neurodermitis-Kleidung gibt’s hier

Linktipp:
Sportbekleidung gibts unter anderem im Laufshop (www.active-out.eu)

 

 


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