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Spiegel Leitartikel “Homöopathie – Die große Illusion”

Behandlung der Neurodermitis Symptome durch Homöopathie? Diese Frage stellen sich viele, die an Neurodermitis leiden und mit schulmedizinischen Heilmethoden bisher erfolglos waren. Der Spiegel Leitartikel (Heft 28) setzt sich detailliert mit der Fragestellung auseinander, ob sich die Wirksamkeit der Homöopathie nachweisen lässt oder ob die Homöopathie als Scharlatanerie abgestempelt werden sollte.

Zunächst, was ist eigentlich Homöopathie? Die Homöopathen gehen von zwei Grundprinzipien aus. Erstens: Der Wirkstoff, der bei einem gesunden Menschen eben das zu bekämpfende Krankheitsbild des Patienten auslöst, wird dem Patienten in sehr geringen Dosen, in der Regel als Globuli (Kügelchen), zugefügt. Beispiel: Führt ein Wirkstoff bei einem gesunden Menschen zu Fieber, kann er bei einem kranken Menschen, wenn in der richtigen Dosierung verabreicht, zur Linderung des Fiebers führen. Zweitens: Je geringer die Dosis bzw. je höher die Verdünnung des Wirkstoffs, desto stärker der Wirkungsgrad.

Der Spiegel kommt nach zahlreichen Gesprächen mit Wissenschaftlern und der Auswertung von Hunderten Studien zu dem Ergebnis, dass es „nicht den geringsten überzeugenden Beweis gibt, dass homöopathische Kügelchen irgendetwas anderes bewirken als einen Placeboeffekt“.

Fakt aber ist auch: Der Umsatz mit homöopathischen Mitteln steigt rasant, zwischen 1995 und 2005 um 81% auf knapp 270 Mio €. Und die Anzahl der Befürworter homöopathischer Heilmethoden steigt kontinuierlich. Insbesondere bei Neurodermitikern werden immer wieder positive Heilerfolge berichtet.

Das jucknix Fazit: Wie auch bei allen anderen Heilmethoden der Neurodermitis – schulmedizinisch anerkannt oder als alternativ abgestempelt – muss jeder für sich herausfinden, welche Therapieform bei ihm anschlägt. Da insbesondere bei der Krankheit der Neurodermitis die Schulmedizin keine bessere Antwort hat als die Alternativmedizin – Neurodermitis gilt nach wie vor als nicht heilbar – bewerten wir die Homöopathie als gleichgestellte Behandlungsform, die in den Trial and Error Prozess der Neurodermitis Bekämpfung einbezogen werden kann oder sollte. Die Technikgläubigkeit unserer heutigen Gesellschaft lässt zwar nichts anderes als einen Placeboeffekt der Homöopathie vermuten. Vielen Neurodermitikern wird es aber egal sein, ob eine wissenschaftlich belegte Wirkung oder ein Placeboeffekt zur Heilung der Symptome führt.

Quelle: Spiegel (Heft 28, Seite 60 – 67)


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