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Sorbit

Sorbit (Sorbitol, Glucitol, Hexanhexol) ist ein Zuckeralkohol (Alditol) und wird in vielen Lebensmitteln verwendet. Auf Lebensmitteln ist er gekennzeichnet als Lebensmittelzusatzstoff E 420.

Sorbit kommt zum Einsatz als:

  • Zuckeraustauschstoff
  • Trägerstoff
  • Feuchthaltemittel

Beim Sorbit handelt es sich um eine rezudierte Form der Glykose. Ursprünglich wurde der Stoff aus den Früchten der Vogelbeere (Eberesche) gewonnen, welche in einer Konzentration von bis zu 12 Prozent Sorbit enthalten. Daneben kommt Sorbit auch in zahlreichen weiteren Früchten und insbesondere in Kernobst vor.

Den höchsten Sorbit-Anteil haben die folgenden Obstsorten:

  • Apfel
  • Aprikose
  • Birne
  • Pflaume
  • Pfirsisch

Wenig bis gar kein Sorbit enthalten:

  • Ananas
  • Beerenfrüchte
  • Citrusfrüchte
  • Trauben

Sorbit wird industriell auf Basis der Glucose (Traubenzucker) hergestellt. Sorbit wird nicht – obwohl dies möglich wäre – in gentechnisch veränderter Form vor.

Der Zuckerersatzstoff hat weniger Kalorien als der Haushaltszucker (Saccharose) und nur 40-60% der Süßkraft. Aus diesem Grund kommt es häufig vor in Lebensmitteln für Diabetiker sowie allgemein in diätischen Lebensmitteln.

Weiterhin kommt Sorbit in der Lebensmittelindustrie als Feuchthaltemittel vor, zum Beispiel in:

  • Senf
  • Mayonnaise
  • Biskuit
  • Schokoladenfüllungen
  • Toast

… und in der Kosmetikherstellung in verschiedenen Kosmetik-Produkten sowie in Zahncremes – diese schützt der Zuckerersatzstoff vorm Austrocknen.

In Lebensmitteln ist Sorbit als E 420 in beliebig hoher Menge zugelassen. Allerdings können mehr als 50 Gramm avon am Tag zu Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall führen. Beinhaltet ein Nahrungsmittel mehr als 10% oder andere Polyole, dann muss auf der Packung vermerkt sein: „kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken“.

Sorbit-Intoleranz?

Die Sorbit-Intoleranz (Sorbit-Unverträglichkeit, Sorbitmalabsorption) ist eine Störung des Verdauungsapparats. Betroffene können Sorbit im Dünndarm nur teilweise oder gar nicht – dann treten Symptome wie Bauchschmerzen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Blähungen etc. auf.

Menschen mit einer Sorbit-Unverträglichkeit sollten Produkte mit Sorbit vermeiden. Dazu gehören vor allem die Diabetiker-Nahrungsmittel sowie Diätprodukte und Lightprodukte aller Art, die häufig auf den niedrig-kalorischen Zuckerersatzstoff zurückgreifen. Weiterhin sollten die oben verzeichneten, besonders sorbit-haltigen Obstsorten gemieden werden. Dies gilt vor allem für Trockenobst, das aufgrund des Wasserverlusts noch höher konzentriert an Sorbit ist. Getrocknete Aprikosen zum Beispiel haben eine fünfmal so hohe Konzentration an Sorbit wie frische Aprikosen.

Auch Menschen mit einer Fructoseintoleranz müssen auf Sorbit verzichten, da Sorbit im Stoffwechsel zu Fructose umgewandelt wird.
 


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