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Soll man Pickel ausdrücken?

Soll man Pickel ausdrücken? Die meisten Kosmetiker und Mediziner antworten pauschal mit „Nein!“. Und auch wir raten grundsätzlich zur Vorsicht. Wer unsachgemäß an Pickeln herumdrückt, riskiert Entzündungen, Narben und neue, zum Teil tiefer liegende und größere Pickel. Das Hautbild verschlechtert sich daher oft, wenn man selbst Hand anlegt.

Die Haut schmutzigen Fingern und Gewalt aufzukratzen, zu quetschen und zu bearbeiten, ist auf jeden Fall keine gute Idee. Es gibt jedoch Wege, Pickel hautschonend auszudrücken.

Pickel ausdrücken für „Profis“ – Die richtige Vorbereitung

Zuerst sollte die Gesichtshaut auf die Behandlung vorbereitet werden.
Dazu gehört:

  • Haut gründlich reinigen, Schmutz und Make-up entfernen
  • Hände gründlich reinigen
  • Equipment desinfizieren (Komedonen-quetscher, Nadel oder Pinzette) – am besten mit einem Desinfektionsmittel aus der Apotheke oder im Topf abkochen und anschließend in medizinischen Alkohol legen
  • Gesichtsdampfbad für ca. 10 Minuten (heißes Wasser oder Kamillentee, siehe auch Kamillentee gegen Pickel): öffnet die Poren und erleichtert das Entfernen der Pickel
  • Kosmetiktücher bereithalten

Besser als mit den Fingern zu drücken, sind anschließend die folgenden Methoden:

  • Ziehen statt drücken
  • Komedonenquetscher

Am Ende kann ein Gesichtswasser benutzt werden, um die Haut zu desinfizieren.

Pickel ausziehen

Pickel vorsichtig in der Mitte mit einer sterilen Nadel einstechen. Anschließend Kosmetiktücher und den linken und rechten Zeigefinger wickeln, Finger rechts und links neben dem Pickel ansetzen und nach außen ziehen statt zu drücken.

Ist der Pickel reif, wird das Gemisch aus Talg und Eiter austreten. Passiert dies nicht, ist dies ein eindeutiges Zeichen: man sollte noch abwarten, auch wenn es schwer fällt.

Pickel mit Komedonenquetscher ausdrücken

Komedonenquetscher sind das Mittel der Wahl von Kosmetikern. Die Geräte gibt es in Drogerien, oft sind sie auch Bestandteil von Maniküre-Etuis. Ein guter Komedonenquetscher ist aus rostfreiem Edelstahl – ein Kriterium, das die Geräte aus den Etuis meist nicht erfüllen.

Es gibt dabei unterschiedliche Formen. Manche erinnern an kleine Löffel mit einem Loch, andere haben Schlaufen, wieder andere eine Spitze.
Der Komedonenquetscher sollte, wie zuvor erwähnt, vor der Anwendung immer desinfiziert werden.

Bei der Anwendung gilt es, folgendes zu beachten:

  • Schlinge oder Loch genau auf den Mitesser oder Pickel setzen
  • Sanft in die Haut drücken
  • Mit unverändertem Druck über die Hautunreinheit ziehen – dabei sollte sich der Talg lösen und im Komedonenquetscher hängen bleiben
  • Hat sich der Talg nicht gelöst, Spitze des Geräts in den Mitesser setzen und den Vorgang wiederholen
  • Mehr als eine leichte Hautrötung sollte dabei nicht entstehen, alles andere weist auf eine zu rabiate Handhabung hin.
  • Auch hier gilt: das Gesicht am Ende mit einem Gesichtswasser klären.
  • Beim Ausdrücken von Pickeln nicht übertreiben!
  • Spätestens dann aufhören, wenn Blut oder klare Flüssigkeit aus der Wunde tritt.

Vor allem Patienten mit deutlicher Akne neigen zum sogenannten „Skin Picking“, einer zwanghaften Manipulation ihrer Haut durch ständiges Drücken, Quetschen und Schneiden, das die Haut immer weiter schädigt, statt das Hautbild zu verbessern.
 


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