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Soja-Allergie

Verbreitung und Symptome

Die Sojabohne ist eine Ölpflanze, sie ist aus Ernährungssicht vor allem wegen ihres hohen Gehalts an Eiweiß (ca. 40 %) bzw. Proteins wertvoll. Als Proteinlieferant ist sie deutlich billiger zu produzieren als bspw. Weizen, was dazu führt, dass die Weltproduktion an Soja deutlich zunimmt.

Soja wird heute vor allem in den USA, Brasilien, Argentinien, Bolivien und Paraguay angebaut. Da es in diesen Staaten teilweise erlaubt ist, Soja gentechnisch zu behandeln, hat dies aus allergologischer Sicht zu reichlich Diskussionen geführt.

Als Lebensmittel findet sich Soja in mehr als 20.000 bekannten Produkten, u.a. sind dies:

  • Backwaren (Brot, Kuchenteig, Tortenguss, Kekse, Biskuits)
  • Fertigprodukte und Konserven (Fischkonserven, Trockensuppen)
  • Fleischwaren (Da Soja als Futtermittel eingesetzt wird)
  • Sojasauce
  • Sojamilch
  • Tofu
  • Süßigkeiten (Bonbons, Schokolade)
  • Sojaöl (enthalten in Salatdressings, Backfett, Mayonnaise und Margarine)

Sojabohnen dienen zudem als Quelle von Soja-Lecithinen, welche das Vermischen (Emulgieren) von Fetten und Wasser erlauben. Als Lebensmittelzusatzstoff verwendet, muss Soja-Lecitin auf Nahrungsmitteln gekennzeichnet sein (Kennzeichnung als Lecithin, Sojalecithin oder E 322). Auch in der Medizin und der Kosmetik kommt Soja zur Verwendung, darüber hinaus wird Soja als Futtermittel genutzt.

Die Sojabohne wird als ”verstecktes Allergen” bezeichnet, da es zwar eine Kennzeichnungspflicht gibt, diese aber nicht durchgängig eingehalten wird. Soja-Allergien sind auf dem Vormarsch, vor allem aufgrund des zunehmenden Konsums von Soja durch den Menschen. Eine Vielzahl von Soja-Allergenen wird durch Erhitzen oder Kochen unschädlich gemacht.

Sehr oft sind heute Kinder von Geburt an auf Soja allergisch. Im frühen Kindheitsalter zeichnet sich die Soja-Allergie dann durch Verdauungsschwierigkeiten und Darmbeschwerden aus.

Im Jugendlichen- und Erwachsenenalter macht sich eher eine Kreuzreaktion (Was sind Kreuzallergien?) auf Birkenpollen bemerkbar. Vereinfacht gesagt geht das Immunsystem davon aus, mit Birkenpollen konfrontiert zu sein, wenn man Soja als Nahrungsmittel zu sich nimmt.

Als Symptome treten meist Anschwellungen und Kratzen im Mund- und Rachenbereich auf (orales Allergiesyndrom). Zudem kann es zu Quaddeln (Nesselsucht), Übelkeit und Durchfall kommen.

Bei Neurodermitis-Patienten tritt oftmals eine Verschlechterung des Hautzustands auf. Es kommt dann zu erhöhter Hauttrockenheit und stärkeren Juckreizschüben. In Einzelfällen können anaphylaktische Reaktionen auftreten. Bäcker und Konditoren klagen oftmals über zunehmendes Asthma bronchiale.

Kreuzallergien

Bestehen zu vor allem zu anderen Hülsenfrüchten, insbesondere Bohne und Erdnuss, aber auch Apfel, Birne, Kirsche, Aprikose, Karotte, Haselnuss, Petersilie, Erdbeere, Spargel, Sellerie, Erle, Hainbuche und Weißeiche. (-> Was sind Kreuzallergien?)

Diagnose

Erfolgt durch den Pricktest, den Radio-Allergo-Sorbent-Test (RAST) oder orale Provokation. Siehe auch unseren Sonderbeitrag zum Thema "Allergietests".

Therapie

Konsequentes Meiden von Sojaprodukten.

Mehr zum Thema Allergene in unserem Allergen-Navigator.

 

Linktipp: 

Mehr zu Soja erfahrt ihr auf www.soja-wissen.de.


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