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So helfen Smartphones bei Asthma

 

 

Smartphones sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken und werden zunehmend auch medizinisch interessant. Immer mehr Menschen nutzen beispielsweise Apps in Verbindung mit speziellen Fitness-Uhren um Werte wie den Blutdruck, den Kalorienverbrauch oder die tägliche Bewegung zu messen. Auch für Diabetiker gibt es längst Anwendungen und Zusatzgeräte, mit deren Hilfe sie ihren Blutzuckerspiegel messen können. Nun sollten Smartphones auch helfen um Asthma-Patienten den Alltag mit Asthma zu erleichtern.

Hilfreiche Unterstützung oder Kontrolle?

Die US-Firma Propeller Health aus Wisconsin stellte kürzlich sogenannte "Smart Inhaler" vor, die per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden sind. Sobald der Patient seinen Smart Inhaler nutzt, wird die zugehörige App auf dem Smartphone seine aktuelle Position und den Zeitpunkt registrieren. So kann der behandelnde Arzt nicht nur verfolgen, ob der Patient seinen Inhaler so nutzt wie empfohlen, sondern auch ob möglicherweise bestimmte Aufenthaltsorte oder eine bestimmte Tageszeit Asthma-Anfälle triggern. Damit stellt der Smart Inhaler eine sinnvolle Ergänzung zum heute verwendeten Asthma-Tagebuch dar, kann aber von manchen Patienten möglicherweise auch als zu starke Kontrolle empfunden werden.

Hilfreiche App aus Kalifornien

Etwas weniger stark kontrolliert die neue App des kalifornischen Unternehmens LifeMap Solutions. Diese App erinnert beispielsweise Patienten, die regelmäßig ihren Inhalator nutzen müssen, daran und hält fest, wann er benutzt wurde. Außerdem misst die App mit einem eingebauten Pedometer die täglich zurückgelegten Schritte. So sieht der Nutzer, wie viel er sich an diesem Tag bewegt hat und dass er sich vielleicht etwas mehr bewegen sollte Auch LifeMap Solutions arbeitet derzeit schon an einem Smart Inhaler.

Smartphone Apps in Deutschland

Auch in Deutschland werden immer mehr Apps für die Gesundheit entwickelt. Die Central Krankenversicherung machte unlängst von sich reden, als sie ihren Diabetes-Patienten iPhones samt Schrittzähler und Blutzuckermessgerät mit auf dem Weg gab um die Krankheit besser kontrollieren zu können. Speziell für Asthma-Patienten hat u.a. GlaxoSmithKline eine App vorgestellt, die sowohl für iPhone als auch für Android erhältlich ist. Sie bietet einen täglichen Infoservice zum aktuellen Pollenflug und zur Luftverschmutzung, ein elektronisches Asthma-Tagebuch und einen Asthmakontrolltest mit einer monatlichen Erinnerungsfunktion.

Aus Polen stammt MySpiroo, ein Peak Flow-Messer der über die Kopfhörerbuchse ans Smartphone angeschlossen wird. Das Gerät ist so groß wie ein gewöhnlicher Peak Flow-Messer und zeichnet die Daten elektronisch per App auf, die dann an den Arzt weitergeleitet werden. Nach Angaben der Entwickler kann MySpiroo sogar Asthmaanfälle voraussagen. Ähnlich funktioniert Respi aus Griechenland, das Nutzer beispielsweise im Urlaub oder auf Wanderungen auf bestimmte Gegenden hinweisen kann, die für einen Menschen mit Asthma eher gefährlich sein könnten. Die Angaben basieren ebenfalls auf Daten zur Luftverschmutzung und zum Pollenflug.

Neue Apps für die Forschung

Die Forschung profitiert ebenfalls von den neuen Apps: Propeller Health arbeitet beispielsweise mit den Gesundheitsbehörden von Louisville, Kentucky, zusammen und beobachtet im Rahmen des AIR Louisville-Projektes 2000 Einwohner der Stadt mit Asthma. Sie hoffen, dass sich aus den gesammelten Daten deutlichere Muster ablesen lassen, welche Faktoren einen Asthma-Anfall begünstigen. Eine ähnliche Zusammenarbeit sind auch LifeMap und die Icahn School of Medicine in New York eingegangen, die vor allem auf personalisierte Behandlungen abzielt. In jedem Fall dürfte die neue Kombination aus Smartphone und Asthma für interessante neue Studienergebnisse sorgen.

 

Mehr zu Asthma:

Wissenschaftlich: Wikipedia

Einfach erklärt: euroClinix

Hilfe und Beratung: Lungeninformationsdienst 

 

 

Photo:  Phil Campbell


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