Forscher der Charité Berlin und der Uni Mainz konnten nun einen körpereigenen Prozess aufdecken, der Allergien verhindern kann – und zukünftig vielleicht vielfältig zum Schutz vor Allergien eingesetzt werden könnte.
Die sogenannten killerdendritischen Zellen aus dem Immunsystem können dabei Allergiezellen ausschalten. Als eine Art „Gesundheitspolizei“ schütten Sie beim Kontakt mit einem Allergen einen Signalstoff aus, der in die Zellen eindringt, die für die allergische Reaktion verantwortlich sind. Einmal eingedrungen, lösen die Signalstoffe den Zelltod der Allergiezellen aus. Die allergische Reaktion bleibt dann aus.
Die Leistungsfähigkeit dieser Gesundheitspolizei ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Das könnte erklären, warum manche Menschen eher Allergien entwickeln als andere – oder anders gesagt: warum manche Menschen toleranter auf Allergene reagieren und andere sofort allergische Reaktionen verspüren.
Wie genau diese Erkentnisse in Zukunft genutzt werden können, um zum Beispiel Menschen zu helfen, die berufsbedingt regelmäßig mit Allergenen in Berührung kommen, ist noch nicht klar.
Quellen:
Luckey et al.: T cell killing by tolerogenic dendritic cells protecs from allergy in mice, Jorunal of Clinical Investigation, October 2011
Prof. Marcus Maurer (ECARF)
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