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Schuppenflechte im Gesicht

Schuppenflechte im Gesicht ist zwar eher selten, für Betroffenen aber besonders belastend, sieht man ihnen die kranke Haut doch auch im Alltag stets an. Bei der Behandlung gibt es einiges zu beachten: die dünne Haut im Gesicht ist sehr empfindlich und reizbar und erfordert besondere Vorsicht. Die Schuppenflechte im Gesicht wird durch andere Hautreizungen und Entzündungen begünstigt.

Symptome

Betroffen sind am häufigsten die Augenbrauen, aber auch die Hautfalten zwischen Nasen und Backen, die Stirn (v.a. am Haaransatz) und die Oberlippe. Liegt eine vererbte Neigung zur Schuppenflechte vor, tritt oft zeitgleich ein seborrhoisches Ekzem auf, das durch eine erhöhte Talgproduktion gekennzeichnet ist, die Entzündungen mit kleieförmigen Schuppungen fördert. Weiterhin kann der Krankheitsverlauf durch Hefepilz-Infektionen der Haarfollikel verstärkt werden – dann entstehen neue Psoriasis-Herde an diesen Stellen. Auch Rasieren kann neue Stellen herausfordern.

Schuppenflechte im Gesicht behandeln

Bei den oben genannten Symptomen sollte zunächst ein Arzt aufgesucht werden, der die Ursachen identifizieren und einen geeigneten Therapieplan aufstellen kann.

Empfehlenswert ist auf jeden Fall, die Haut regelmäßig und gut mit Feuchtigkeit und Fett zu versorgen.

Darüber hinaus können Mittel wie die Rubisan Creme mit dem Pflanzenextrakt Mahonia aquifolium herangezogen werden für eine sanfte Therapie.

Bei ausgeprägten Symptomen kommen schwache bis mittelstarke Cortisonpräparate zum Einsatz, zum Beispiel Hydrocortison-Cremes oder Dermatop. Auf die dünne Gesichtshaut dürfen aufgrund der erhöhten Nebenwirkungs-Risiken keine schwereren Cortison-Wirkstoffe aufgetragen werden – und auch die weniger starken können ohne Pause nie länger als zwei Wochen angewendet werden. Besonders vorsichtig sollte man die Cremes im Bereich der Augen auftragen: hier drohen der grüne und graue Star bei einer Überdosierung.

Tritt gleichzeitig ein seborrhoisches Ekzem auf, kann dieses ebenfalls mit Cortison behandelt werden, meist in Kombination mit einem pilzhemmenden Mittel. Fertigpräparate wie Baycuten enthalten beide Wirkstoffe.

Obgleich das Vitamin-D3-Derivat Calcipotriol offiziell nicht im Gesicht angewendet werden darf, zeigen langjährige Erfahrungen von Ärzten und Patienten, dass die Calcipotriol-enthaltenden Mittel Daivonex und Psorcutan vorsichtig aufgetragen durchaus sehr gut gegen Schuppenflechte im Gesicht helfen. Um Hautreizungen vorzubeugen, können die Cremes mit Vaseline mischen. Die Weiterentwicklung Tacalcitol wie in Curatoderm ist ebenfalls für die Gesichtshaut geeignet – anders als das Präparat Silkis.

Die Nebenwirkungen von Calcipotriol und Cortison sollen verringert werden können, wenn beide Wirkstoffe gemeinsam zum Einsatz kommen.

Ebenfalls hilfreich sein soll Exorex Lotion, eine Mischung aus Steinkohlenteer und essentiellen Fettsäuren. In Studien hat sich das Mittel als ebenso wirkungsvoll wie die Calcipotriol-Cremes herausgestellt. Für eine größere Verträglichkeit kann Exorex mit wasserhaltiger Salbe vermischt werden.

Als letzte Wahl gelten heute Protopic und Pimecrolimus, die eine Zeit lang als nebenwirkungsarmer Cortison-Ersatz gefeiert wurden, inzwischen jedoch unter Verdacht stehen, Krebs zu erregen. 
 

 


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