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Schrunden

Schrunden (Rhagaden, Fissuren) sind spaltförmige Risse der Haut, die bis in tiefere Hautschichten reichen. „Fissuren“ sind Schrunden, die an den Schleimhäuten auftreten.

Ursachen von Schrunden 

Schrunden entstehen vor allem dann, wenn die Haut entzündet oder schuppig und in ihrer Elastizität herabgesetzt ist. Dann können schon geringe Kräfteeinwirkungen wie Reibung dazu führen, dass sich die bis in tiefere Hautschichten reichenden Einrisse geschehen. Auch trockene oder zu häufig befeuchtete Haut (auch dies trocknet die Haut aus), Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Schuppenflechte, Morbus Crohn und Autoimmunerkrankungen, die auch die Haut betreffen, erhöhen das Risiko von Schrunden.
 
Daneben treten Schrunden oft auf bei Diabetes, Eisenmangel oder Vitaminmangel, bei starker Faltenbildung und bei der Behandlung von Akne mit Vitamin-A-Säure.
 
Besonders häufig treten Schrunden an den Mundwinkeln auf. Dort wird die Haut sehr stark beansprucht. Auch im Bereich des Anus kommt es häufig zu den Einrissen, die dann als Analfissur bezeichnet werden.
 
Stark übergewichtige Menschen und Frauen mit sehr großen Brüsten leiden ebenfalls häufig unter Schrunden, da die Haut dort oft reibt und sich gleichzeitig immerzu Schweiß an der Haut befindet. Bei stillenden Müttern sind zudem oft Schrunden im Bereich der Brustwarzen festzustellen.

Woran erkennt man Schrunden – Die Symptome

Die Schrunden sind nicht immer sichtbar, zeigen sich manchmal nur durch Juckreiz, Brennen und Schmerzen. Sind die Einrisse tiefer, kann es zu Blutungen und der Ausbildung von Schorf kommen.
 
Schrunden heilen grundsätzlich nur schwer ab, weil sie an Stellen auftreten, die oft bewegt und somit auch oft gespannt werden. Die kleinen Wunden reißen so immer wieder auf, zudem können Bakterien, Viren und Pilze in sie eintreten und Infektionen verursachen. Selten bilden sich Abszesse, die mitunter operativ entfernt werden müssen (siehe Abszess Bilder).
 
Nicht zu verwechseln sind die Schrunden zum Beispiel mit der bei Kindern auftretenden Borkenflechte – Impetigo contagiosa – die mit juckenden Bläschen einhergeht.

Schrunden-Behandlung

Schrunden können von selbst abheilen, wenn auch nur langsam. Fettcremes und Cremes und Salben mit antientzündlichen, heilungsfördernden Wirkstoffen können den Vorgang beschleunigen. Auch ein steriler Verband kann helfen – je nachdem, wo sich die Schrunde befindet.
 
Abzuraten ist davon, eigenhändig an den Schrunden herumzukratzen – sonst drohen Infektionen, auch an anderen Körperstellen, wenn sich Krankheitserreger über die Finger übertragen. 

Sind die Wunden infiziert, verordnet der Arzt eine Salbe gegen die Bakterien, Viren oder Pilze. Treten die Schrunden gehäuft auf, sollte man die Ursache abklären lassen.
 


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