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Schlafstörungen bei Neurodermitis-Patienten

Schlafstörungen bei Neurodermitis treten insbesondere während Krankheitsschüben, in abgeschwächter Form aber auch zu „schubfreien“ Zeiten auf.

Folgende Ergebnisse basieren auf unterschiedlichen Studien:

  • Schlafstörungen treten in 60% der Fälle nur zu Schubzeiten auf, in 40% der Fälle jedoch auch in „schubfreien“ Zeiten
  • In mehr als 80% der Nächte während eines Neurodermitis-Schubes treten Schlafstörungen auf
  • Kinder erwachen 2 bis 3 mal pro Nacht während eines Schubes, der Schlafmangel liegt bei 2 bis 3 Stunden pro Nacht (auch bei den Eltern)
  • Juckreizschübe treten durch die veränderten klimatischen Bedingungen im Bett in den ersten Stunden der Nachtruhe vermehrt auf, dementsprechend sind Schlafstörungen eher ein Problem der ersten Nachthälfte
  • Gegen Morgen, wenn das körpereigene Cortisol ansteigt, lässt der Juckreiz nach, in den frühen Morgenstunden schläft der Neurodermitiker am entspanntesten
  • Der Schlafmangel kann zu Gereiztheit, Stress und verringerter Leistungsfähigkeit führen

Schlafmangel ist somit ein krankheitsbegleitendes Phänomen der Neurodermitis und sollte nicht unterschätzt werden. Insbesondere deshalb nicht, da Gereiztheit und Stress die Intensität und Häufigkeit der Krankheitsschübe negativ beeinflussen kann. Ein Teufelskreis kann sich so in Gang setzen.

Folgende Maßnahmen werden empfohlen, um die Schlafstörungen auf ein Minimum zu reduzieren:

  • Die Raumtemperatur sollte eher kühl gehalten werden und nicht über 15 – 19 Grad liegen
  • Vor der Bettruhe sollten Neurodermitis-Kranke auf histaminhaltige Lebensmittel und Alkoholika verzichten
  • Der Gang ins Bett sollte erst erfolgen, wenn die Müdigkeit hoch ist und eine kurze Einschlafdauer wahrscheinlich (lesen, essen oder TV vom Bett aus auf ein Minimum reduzieren)
  • Die Einnahme von Antihistaminika vor der Bettruhe sind möglich, sollten aber nur in Absprache mit dem Arzt erfolgen

Hier findet ihr mehr Tipps für einen guten Schlaf trotz Neurodermitis

Schlafstörungen lassen sich zudem in speziellen Schlafzentren oder Schlafkliniken behandeln. Einige bieten ein spezielles Angebot für Neurodermitis-Kranke an.

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