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Schimmelpilzallergie

Schimmelpilz-Allergie

Verbreitung und Symptome

Schimmelpilze sind in der menschlichen Lebensumgebung praktisch überall vorzufinden. Sie lieben eine hohe Luftfeuchtigkeit, ernähren sich von Tier- und Pflanzenresten und bilden mit der (Hausstaub)-Milbe eine Symbiose.

Schimmelpilze werden als Allergene eingeatmet (inhalatives Allergen). Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist für ihr Wachstum essentiell. Anfang Herbst ist die Schimmelpilzbelastung am höchsten, sowohl draußen als auch in den Wohnräumen.

Die Räumlichkeiten mit der höchsten Luftfeuchtigkeit weisen daher auch die höchste Schimmelpilzbelastung auf. Dazu zählen Badezimmer, feuchte Keller und Räume mit undichten Fenstern.

Die Häufigkeit von Pilzsporen in der Luft ist dabei um ein Vielfaches höher als die Anzahl von Pollen. Zum Vergleich: Während ein Kubikmeter Luft 10.000 bis 100.000 Pollen enthalten kann, liegt die Anzahl von Pilzsporen bei 1 bis 3 Millionen. In idealer Umgebung – so im landwirtschaftlichen Bereich – wurden sogar Spitzenwerte von über 20 Millionen Pilzsporen pro Kubikzentimeter gemessen.

Zudem kann so ziemlich jedes Nahrungsmittel von Schimmelpilzen befallen sein. Wichtig dabei ist, sich bewusst zu machen, dass der Schimmelpilzbefall bei Nahrungsmitteln ein ganz natürlicher Prozess ist.

Zudem wird der Schimmelbefall bei der Produktion von bestimmten Nahrungsmitteln bewusst eingesetzt. So zum Beispiel bei der Herstellung bestimmter Käsearten, Joghurt und Brot.

Im Vergleich zu Pollen sind Schimmelpilze 5 Mal kleiner und verbreiten sich damit in idealer Weise durch die Luft. Schimmelpilze können in Hochgebirgslagen – aufgrund der klimatischen Bedingungen – nicht überleben. Die Belastung ist daher dort sehr gering. Siehe auch Klimatherapie bei Neurodermitis.

Die meisten Schimmelpilz-Allergiker reagieren nach Einatmung des Pilzallergens. Als Symptome der Schimmelpilzallergie können der allergische Schnupfen, Asthma bronchiale, Nesselsucht-Symptome oder Lungenentzündungen auftreten. Seltener sind allergische Reaktionen so stark, dass sie bis zu einem anaphylaktischen Schock führen.

Die Allergie-Symptome auf Schimmelpilze treten meiste nach kurzer Zeit auf und können von 2 bis 3 Stunden bis zu mehreren Tagen anhalten.

Häufig werden Schimmelpilzallergien mit „herkömmlichen“ Pollenallergien verwechselt. Insbesondere die Schimmelpilz- und Gras-Allergie können oftmals nicht eindeutig differenziert werden. Dies liegt zum einen daran, dass die Pilz- und Pollenbelastung in den gleichen Monaten (Sommer und Herbst) auftreten kann. Zudem existieren zur jeweils aktuellen Pilzbelastung in der Luft nur bedingt gut Informationen.

Mehr dazu unter Schimmelpilzallergie – Ursachen und Schimmelpilzallergie – Symptome.

Kreuzallergien

Kreuzallergien bestehen zwischen unterschiedlichen Schimmelpilzarten(->Was sind Kreuzallergien?).

Diagnose

Erfolgt durch den Pricktest oder RAST sowie durch nasale Provokation (Einatmung der Testallergene durch die Nase). Dazu werden dem Allergiker unterschiedliche Pilzkulturen zur Einatmung „verabreicht“. Siehe auch unseren Sonderbeitrag zum Thema "Allergietest".



Mehr dazu unter Schimmelpilzallergie – Diagnose.

Therapie

Grundsätzlich empfiehlt es sich, die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung zu reduzieren. Dies reicht von regelmäßigem Lüften im Bad bis hin zur Sanierung feuchter Stellen. Zudem sollten vegetarische Abfälle (Kompost) regelmäßig entsorgt werden. Danach die Mülleimer gut putzen.

Um die Schimmelpilzbelastung an Nahrungsmitteln zu reduzieren, sollten folgende Hinweise befolgt werden:

  • Nahrungsmittel immer gut verpacken
  • Lebensmittel und vor allem Brot, Getreide und Müsli trocken lagern
  • Mahlzeiten, die am nächsten Tagen nur „aufgewärmt“ verspeist werden sollen, so heiß wie möglich erhitzen, am besten abkochen
  • Tiefkühlprodukte nach dem Auftauen sofort verzehren, nicht wieder einfrieren
  • Die Küche so sauber wie möglich halten, auch den Kühlschrank regelmäßig auswaschen und abtrocknen lassen

Mehr dazu unter Schimmelpilzallergie – Therapie und Schimmelpilzallergie vorbeugen.

Mehr zum Thema Allergene in unserem Allergen-Navigator.

 

Linktipp: 

Unter schimmel-ratgeber.de erfahrt ihr mehr über die Schimmel Allergie

 

Bild: pixelio.de / M. Großmann


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