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Salzsole

Salzsole ist eine Lösung, bestehend aus im Wasser aufgelöstem Salz. Salz löst sich besonders gut in Wasser auf, 260 Gramm Salz können von einem Liter Wasser aufgelöst werden. Jedes Salzkorn, was darüber hinaus in den Liter gegeben werden würde, würde sich ungelöst am Boden absetzen. Ist die Kapazität aufgebraucht, spricht man von einer gesättigten Salzsole.

Salzsole lässt sich sowohl selbst herstellen als auch fertig zubereitet in Drogerien, Apotheken und im Internet erwerben und kann zur Behandlung verschiedener Erkrankungen dienen.

Der Begriff leitet sich aus dem lateinischen „sol“ ab, übersetzt lautet er etwa „verflüssigte Lichtenergie“ oder „flüssiges Sonnenlicht“. 

Salzsole selbst herstellen

Wer die Sole selbst herstellen will, braucht dafür einen oder mehrere Brocken Salzkristall und gibt sie in ein verschließbares Glasgefäß. Das Glas wird mit Wasser aufgefüllt und geschüttelt, sodass eine 26% gesättigte kristalline Salzlösung entsteht. Würde man weiteres Salz hinzufügen, würde sich dieses am Boden absetzen. Um die 26% zu treffen, kann man zum Beispiel 260 Gramm Salz in einen Liter Wasser geben. Nach dem Schütteln etwa eine Stunde warten. Setzt sich Salz am Boden ab, muss mehr Wasser hinzugefügt werden.

Salzsole-Tinktur

Bei vielen Anwendungen kommt nicht die reine, konzentrierte Salzsole zum Einsatz, sondern eine Verdünnung.

Für eine 1%-Sole nimmt man 4ml konzentrierte Sole und vermischt sie mit 100 ml Wasser.

Für eine 3%-Sole nimmt man 12 ml konzentrierte Sole und vermischt sie mit 100 ml Wasser.

Diese verdünnte Lösung kann man entweder trinken (hilft zum Beispiel bei Zahnfleisch-Beschwerden) oder auf die Haut auftragen. Der Körper soll von den enthaltenen Mineralstoffen profitieren, der Elektrolythaushalt aufgefüllt werden.

Brennt Salzsole auf der Haut?

Auch bei Hauterkrankungen wird Salzsole gern angewendet. Trägt man die Sole auf gesunde Haut auf, brennt es nicht. Auf offenen Wunden sowie den empfindlichen Schleimhäuten kann sie hingegen stark schmerzen, daher sollte sie bei Hautkrankheiten wie Schuppenflechte oder Neurodermitis nur in höchstens 1% Salz-Konzentration verwendet werden, einer Konzentration, die ungefähr dem Salzgehalt der Körperflüssigkeiten entspricht und kein oder kaum Brennen verursacht.

Salzsole inhalieren

Auch zur Inhalation kann das Mittel verwendet werden, etwa bei Erkältungen, Husten oder Raucherhusten sowie bei Schnupfen. Inhalierte Salzsole löst den Schleim und hemmt die Entzündungen.

Dazu können 20 Gramm Salz (entspricht etwa 2 EL) in etwa zwei Liter kochendes Wasser gegeben werden. Sobald es sich aufgelöst hat, kann der heiße Dampf eingeatmet werden. Dauer: zehn bis 15 Minuten.


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