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Salicylsäure-Creme

Salicylsäure-Cremes zählen zu den am häufigsten verordneten Medikamenten bei Akne. Salicylsäure ist nicht nur in Creme-Form, sondern auch als Teil von Salben oder Lösungen (v.a. gegen Hornhaut) erhältlich. Innerlich verabreicht wird das Mittel aufgrund seiner Nebenwirkungen jedoch nicht mehr – hierfür stehen Abkömmlinge zur Verfügung (Acetylsalicylsäure).

Der Wirkstoff ist auch bekannt als:

  • Acidum salicylicum PhEur
  • Hydroxybenzoesäure,
  • Salicylic Acid INCI
  • Spirsäure

Der Wirkstoff ist ein nicht-steroider Entzündungshemmer und kommt in abgewandelter Form in vielen Pflanzen wie der Silberweide vor. Es handelt sich um ein kristallines, weißes Pulver.

Salicylsäure wird übrigens auch – umstrittener weise – als Konservierungsmittel für Nahrungsmittel wie Tomaten genutzt.

Salicylsäure-Creme wirkt:

  • antimikrobakteriell gegen Pilze und Bakterien
  • schmerzlindernd
  • fiebersenkend
  • hornhautauflösend
  • entzündungshemmend

Salicylsäure-Cremes im Handel (häufig kombiniert mit anderen Wirkstoffen)

  • Acne Creme Widmer
  • Aknichthol
  • Antiphlogistine
  • Clabin
  • Diprosalic
  • Duofilm
  • Kerasal
  • Lebewohl
  • Pyralvex
  • Warz-ab Extor

Anwendungsfälle:

  • Akne
  • Hühneraugen
  • Ichthyosen
  • Rheuma
  • Schmerzen
  • Schuppen und Schuppenflechte
  • Verdickte Hornhaut an Händen und Füßen
  • Verhornte Ekzeme
  • Warzen

Die Präparate sollten nicht großflächig auf die Haut aufgetragen werden.

Bei der Herstellung von Salicylsäure-Creme gibt es einige Besonderheiten zu beachten:

  • Salicylsäure in suspendierter Form verwenden
  • Vermischung mit Vaselin oder nichtionischer hydrophiler Creme
  • Keine Vermischung mit Hilfsstoffen, die gut löslich sind
  • Keine Vermischung mit nichtionischen Emulgatoren
  • Konservierungsmittel sind nicht nötig, da Salicylsäure von Haus aus antimikrobakteriell wirkt
  • Als Teil von öligen oder alkoholischen Mischungen muss die Säure vollständig gelöst sein, da sonst Kristalle wachsen

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Mögliche Nebenwirkungen von Salicylsäure-Cremes sind:

  • Hautirritationen mit Rötungen und Juckreiz oder Brennen
  • Allergische Reaktionen
  • Vergiftungen bei großflächiger Anwendung

Salicylsäure-Cremes dürfen nicht in der Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden, ebenso nicht bei einer bekannten Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff. Es darf grundsätzlich nur auf kleinen Flächen aufgetragen werden, da es über die Haut in den Blutkreislauf gelangt. Nicht auf Augen, Schleimhäute, offene Wunden geben.
 


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