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Rote Hautflecken

Als „rote Hautflecken“ werden alle Hautveränderungen bezeichnet, die mit einer Rötung einhergehen. Bei den Hautflecken kann es sich um einzelne oder Gruppen von Flecken handeln, um kleine punkte oder größere Flächen. Oft sind sie begleitet von anderen Beschwerden, wie Schmerzen, Brennen, Juckreiz oder einem Hitzegefühl. Unter Umständen können die Flecken jedoch auch das einzig sichtbare Symptom einer Erkrankung sein.

Rote Hautflecken können an sämtlichen Körperstellen auftreten, am stärksten Fallen sie natürlich an den Armen, am Dekolleté und Hals sowie im Gesicht auf.

Rote Hautflecken – Ursachen 

Häufigste Ursache roter Hautflecken ist eine Immunreaktion auf in den Körper eingedrungene Krankheitserreger, wobei die Hautveränderung nicht zwangsläufig nah am Infektionsherd liegen muss.

Auch kleinere Hautverletzungen führen zu den Flecken. Dabei handelt es sich um Immunreaktionen des Körpers, der die Temperatur der Haut erhöht, um Krankheitserreger besser bekämpfen zu können.

Aber auch körperliche Anstrengung, Kälte oder mechanische Einwirkungen (Sonnenbrand, Reibung, …) sowie psychische Auslöser können verantwortlich sein.

Bei Insektenstichen liegt eine chemische Reaktion vor.

Daneben gibt es eine Vielzahl möglicher Auslöser, zu denen die folgenden gehören:

  • Allergische Reaktion auf Nahrungsmittel, Medikamente, Substanzen, mit denen die Haut in Berührung kam (Kosmetika), Insektengifte, …
  • Akne: entzündliche Pickel gehen häufig mit einer Hautrötung einher, ebenso Akne-Narben, die oft erst über Monate abheilen.
  • Blutflecken (Purpura): meist stecknadelgroße rote Hautflecken als Ergebnis von Blutungen, Gerinnungsstörungen oder Infektionen. Verfärben sich über die Zeit oft braun, grün und gelb. Treten am häufigsten an den Gliedmaßen auf. Die Grunderkrankung kann harmlos, aber auch gefährlich (Leukämie, Lebererkrankungen, …) sein.
  • Blutschwamm (Hämangiom): meist gutartige Hautwucherung („Erdbeerfleck“), kann überall dort erscheinen, wo Blutgefäße sind und treten überwiegend bei Säuglingen auf, meist im Kopfbereich. Die Blutschwämme können über die Jahre wachsen, bilden sich aber oft auch von selbst wieder zurück. Bringt neben der Optik keinerlei unangenehme Auswirkungen mit.
  • Dermatofibromas: Hautflecken, die meist erhöht sind – können auch rosa, braun oder grau sein und treten vorwiegend an den Oberarmen, am oberen Rücken oder an den Unterschenkeln auf.  In der Regel gutartige Wucherungen, können jedoch stark jucken und schnell durch Reibung gereizt werden. Verschwinden nur nach Operation.
  • Ekzeme (Dermatitis): entzündliche Hautveränderung, meist am Ort der Hautirritation, kann von selbst abklingen oder weitere Symptome nach sich ziehen wie Blasen, Pusteln oder starken Juckreiz.
  • Muttermal (Leberfleck): meist braun, können sie jedoch auch rötlich-bräunlich sein. Oft harmlos, sollten trotzdem vom Hautarzt kontrolliert werden, vor allem dann, wenn sie sich in Größe oder Erscheinungsbild ändern.
  • Nesselsucht (Urticaria): Hautreaktionen auf Kälte, Hitze, Reibung, Nahrungsmittel, Wasser usw., meist in Begleitung von Quaddeln
  • Rosacea: eher im Alter auftretende Hauterkrankung roten Hautflecken, Quaddeln und Pusteln (allerdings nicht mit Pickeln und Haarbalgentzündungen wie bei Akne), im frühen Stadium gehen die Flecken meist nach einigen Minuten bis Stunden von selbst zurück, später können sie chronisch bleiben und zum Beispiel mit einem Rhinophym einhergehen. Die Hautflecken treten vermehrt nach Sonnenbädern, Alkoholkonsum, Rauchen, Kaffee oder Tee sowie scharfen Gewürzen auf.

Weitere Krankheiten, die mit roten oder rötlich-braunen Flecken auf der Haut in Verbindung stehen können:

  • Altersflecken
  • Borreliose
  • Hämorrhoiden
  • Fleckfieber
  • Gelenkentzündung (Arthritis)
  • Gicht
  • Hautkrebs
  • Hitzschlag
  • Milzbrand
  • Neurodermitis
  • Schuppenflechte
  • Sehnenscheidenentzündung
  • Sonnenbrand
  • Venenentzündung
  • Wundrose

Rote Hautflecken – Behandlung

Die Beschwerden sollten in Abhängig der Ursache behandelt werden. Bei Insektenstichen reicht eine Kühlung der Haut und bloßes Abwarten (es sei denn, man ist Allergiker), bei anderen Erkrankungen können Cremes und Salben, Lichttherapien, Medikamente, Diäten etc. zum Einsatz kommen.

Die roten Flecken selbst müssen meist nicht gesondert therapiert werden, können aber mittels juckreiz- oder entzündungslindernden Präparaten verringert werden.

Da man als Laie keine fundierte Diagnose stellen und die Ursache sicher herausfinden kann, empfehlen wir den Gang zum Arzt – vor allem dann, wenn die roten Hautflecken länger anhalten, von anderen Beschwerden begleitet sind oder euch anderweitig „komisch vorkommen“.
 


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