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Rosacea

Rosacea (Rosazea) ist eine chronische Erkrankung der Gesichtshaut. Rosacea wird auch Couperose, Kupferrose, Kupferfinne oder Rotfinne genannt.

Verbreitung

Über vier Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Rosacea, Frauen etwas häufiger als Männer. Vor allem hellhäutige Menschen erkranken an Rosacea.

Bei einem Großteil aller Patienten beginnt die Krankheit zwischen dem 30. Und dem 50. Lebensjahr, am häufigsten betroffen sind Menschen 35 und 45 Jahren. Kleiner ist die Gruppe der Unter-20-Jährigen. Kinder haben nur äußerst selten Rosacea.

Ursache

Die Hautkrankheit ist weder ansteckend, noch resultiert sie aus mangelnder Hygiene, wie das auch bei anderen Hautkrankheiten fälschlicherweise häufig behauptet wird.

Eine Hauptursache für die Krankheit ist bisher nicht klar. Wissenschaftler gehen von einer Kombination aus Genen und Umweltfaktoren aus. Die Auslöser der Rosacea sind individuell verschieden. Alkohol, scharfe Speisen, Stress oder Aufregung, körperliche Anstrengungen, die Sonne und Temperaturen können Rosacea auslösen und den Krankheitsverlauf beeinflussen.

Symptome

Die Symptome der Rosacea werden in drei Stadien unterteilt:

  • Stadium 1: Betroffen sind Wangen, Nase, Kinn und Stirn, die Haut ist an diesen Stellen gerötet. Seltener sind Hals und Dekolletee betroffen. Die Blutgefäße und kleinen Äderchen im Gesicht sind sichtbar erweitert. Die Krankheit beginnt meist mit leichten Rötungen auf der Haut, die nach ein paar Stunden wieder verschwinden. Im Verlauf der Krankheit werden die Rötungen jedoch beharrlicher und halten über Tage an, teilweise bleiben sie auch dauerhaft bestehen.
  • Stadium 2: Stadium 2 beginnt mit entzündlichen Papeln (Knötchen). Bei fortschreitender Erkrankung kommen noch Eiterbläschen (Pusteln) hinzu. Sowohl Papeln als auch Eiterblässchen treten vereinzelt bis großflächig auf und verharren teilweise über Monate.
  • Stadium 3: Im letzten Stadium der Rosacea ist die Haut verdickt, entzündet und besonders großporig. Stark entzündete Knoten und Einlagerungen können auftreten. Männer können eine vergrößerte Nase bekommen, ein Rhinophym. Stadium 3 wird selten erreicht.

Mitesser und Pickel treten bei Rosacea nicht auf – ein wesentlicher Unterschied zur Akne.

Siehe auch Rosacea Bilder.

Die Rosacea-Symptome treten üblicherweise in Schüben auf. Zeiten mit selteneren und schwächeren Schüben wechseln sich ab mit häufigen, stärker ausgeprägten Krankheitsschüben.

Häufig geht Rosacea mit Augenerkrankungen einher – unabhängig davon, wie stark die Hautkrankheit ausgeprägt ist. Bindehautentzündung (Konjunktivitis), Lidrandentzündung (Blepharitis), Hornhautentzündung (Keratitis) oder trockene Augen betreffen 60% aller Rosacea-Patienten.

Behandlung

Wenn die Krankheit frühzeitig erkannt und angemessen behandelt wird, lässt sie sich meistens gut in den Griff bekommen. Wer nicht zum Arzt geht, riskiert, dass sie sich weiter ausbreitet und stark verschlimmert.

Zur Rosacea-Behandlung gehören die Vermeidung des Auslösers (sofern bekannt) und Medikamente zum Auftragen als Cremes und Salben (lokale oder topische Therapie) oder zum Einnehmen (systemische Therapie). Als einer der wichtigsten Wirkstoffe gilt Metronidazol, dass in Cremes, Gels und Lotionen vom Arzt verordnet werden kann. Siehe auch: Rosacea – Homöopathie.

Heilbar ist Rosacea nicht.

 

 

Mehr dazu unter

Rosacea
Rosacea – Ursachen und Verbreitung
Rosacea – Symptome
Rosacea – Diagnose
Rosacea – Behandlung
Rosacea vorbeugen 


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