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Rosacea – Homöopathie

Rosacea (Rosazea) mit Homöopathie zu behandeln ist eine der zahlreichen Therapiemöglichkeiten jenseits der Schulmedizin. Bei Rosacea handelt es sich um eine chronische Erkrankung der Gesichtshaut, von der allein in Deutschland etwa vier Millionen Menschen betroffen sind. Die Hautkrankheit wird auch als Couperose, Kupferrose, Kupferfinne oder Rotfinne bezeichnet. 

Rosacea verläuft in Schüben, die genaue Therapie hängt daher vom aktuellen Zustand der Haut ab. Grundsätzlich ist die Homöopathie eine komplexe Sache – wir empfehlen daher, sich Rat bei einem erfahrenen Homöopathen einzuholen, bevor man selbst lange herumexperimentiert.

Bei der Homöopathie-Behandlung der Rosacea kommen vor allem die folgenden drei homöopathischen Mittel zum Einsatz:

  • Abrotanum: wird aus der in Kroatien und Albanien heimischen Erberraute hergestellt und wird vor allem bei Schwäche, geschwollenen Lymphknoten und Appetitlosigkeit eingesetzt. Inzwischen wird die Eberraute auch aufgrund ihrer heilsamen Wirkung gezielt in vielen Gebieten der Welt angebaut. In Deutschland trägt sie üblicherweise die Namen Pastorenkraut oder Stabwurz.
  • Kalium phosphoricum: Kaliumphosphat kommt bei der Unterstützung der Wundheilung zum Einsatz sowie bei Entzündungen und Geschwüren. Daneben soll es gegen Unruhe und Erschöpfung helfen und die Darmflora fördern. Rosacea scheint – wie viele andere Hautkrankheiten auch – mit dem Darm in Verbindung stehen.
  • Kalium sulfuricum: schwefelsaures Kalium, in der Homöopathie vor allem eingesetzt gegen Entzündungen und zur Stärkung der Abwehrkräfte. Bei Rosacea kann das Mittel in Form von Gelen oder Salben auf die Haut aufgetragen werden.

Welches dieser Mittel angewendet werden sollte, sollen Patienten entsprechend der Mittelbeschreibungen und ihrer konkreten Beschwerden entscheiden.

Die meisten dieser Mittel sollen in den Potenzen D6 und D12 verwendet werden.

Manche von ihnen jedoch auch in den niedrigen Potenzen von D1 bis D4. In diesem Fall sollen dreimal täglich folgende Mengen eingenommen werden:

  • bei den Tropfen: 5 bis 20 Tropfen
  • bei den Globuli: 5 Globuli
  • als Tabletten: 1 Tablette

Zusätzlich werden manchmal sogenannte Komplexmittel, also Mischungen aus unterschiedlichen homöopathischen Präparaten, verordnet.

Wie wirksam die Homöopathie bei Rosacea ist, hängt nicht nur von der richtigen Anwendung, sondern auch vom Patienten ab: wie so oft bei Hauterkrankungen gibt es nicht das eine Mittel, das allen hilft. Die Homöopathie ist aus unserer Sicht dennoch ein Versuch wert – idealerweise unterstützend zur schulmedizinischen Therapie der Rosacea.

Studien zur Wirksamkeit der Homöopathie bei Rosacea liegen uns leider nicht vor.

Alternativen zur Homöopathie bei Rosacea

Als Naturheil- oder Hausmittel sind weiterhin die folgenden Ansätze immer mal wieder im Gespräch:

  • Hydrotherapie nach Kneipp: Wasseranwendungen (Kneippgüsse) und weitere Möglichkeiten
  • Gesichtsmasken: zum Beispiel mit Heilerde oder Quark
  • Tees: Tees mit zum Beispiel Ackerschachtelhalm, Bärlauch, Brennnessel, Löwenzahn oder Schafgarbe sollen das Blut reinigen und die Hautheilung begünstigen
  • Kombucha: Getränke auf Basis des Teepilzes Kombucha sollen ebenfalls das Blut reinigen und den Stoffwechsel anregen
  • Lymphdrainagen: mittels Lymphdrainagen soll Flüssigkeit durch sanften Druck aus den Geweben in den Lymphgefäßsystem verschoben werden.
     

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