Dass die trockene Haut durch Lotionen und Cremes gepflegt werden soll, ist jedem Neurodermitispatienten bekannt. Doch welche Cremes setze ich bei welchem Schweregrad der Neurodermitis ein? Wie behalte ich bei der Vielzahl an verfügbaren Produkten den Überblick? Und sind Cortisonsalben wirklich so schädlich, dass ich nur in absoluten Schubzeiten auf diese zurückreifen sollte? Bei diesen Fragen fühlt sich der ND-Patient oftmals allein gelassen, weil es meist keine transaparenten Handlungsempfehlungen seitens der Medizin gibt und die Vielzahl an erhältlichen Cremes und Lotionen schnell den Überblick verlieren lässt.
Auch wir von jucknix wollen und können keine allgemeingültigen Regeln hinsichtlich konkreter Produktempfehlungen abgeben. Allerdings lassen sich anhand eines Stufenplans folgende Grundaussagen treffen:
- Hautstufe 1: Die Haut ist ekzemfrei, schuppt kaum, ist leicht trocken und weist nur örtliche Rötungen auf:
Neben der täglichen Basispflege, für die herkömmliche Lotionen wie Nivea, Dove etc genutzt werden können, empfiehlt es sich, Ölbäder (z.B. Eucerin) und Duschöle (z.B. Sebamed) einzusetzen. Darüber hinaus sind in dieser Stufe des Hautzustands keine weiteren Pflegeprodukte notwendig.
- Hautstufe 2: Juckreiz tritt hin und wieder auf, hauptsächlich an den bekannten Stellen Kniekehlen, Armbeugen, Hals, Nacken und Gesicht. Örtlich sind Knötchen und leichte Verletzungen durch Kratzen sichtbar:
Neben den Pflegehinweisen unter Hautstufe 1 sollte die Haut mit entzündungshemmenden Salben behandelt werden. Produkte mit Harnstoffzusätzen und Nachtkerzenöl bieten sich an. Produktbeispiele sind Lipoderm, Eucerin oder Menalind Salbe.
- Hautstufe 3: Die Haut weist Ekzme mit starken Entzündungen auf. Aufgekratzte Ekzeme bluten oder nässen, bereits abgeheilte sind mit Krusten bedeckt. Juckreiz und Kratzen sind an der Tagesordnung:
Zusätzlich zu den allgemeinen Pflegehinweisen (Stufe 1) sollten kalte Umschläge zur Juckreizunterdrückung genutzt werden. Entzündungsherde sollten, um die Entzündung einzudämmen, lokal mit cortisonhaltigen Salben oder Antibiotika behandelt werden. Bitte in diesem Zusammenhang unbedingt Rücksprache mit dem Hautarzt halten. Denn die Cortison- und Antibiotikaanwendung sollte in Maßen erfolgen, da Nebenwirkungen und nachhaltige Schäden bei kontinuierlicher Verwendung auftreten können.
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