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Rhinosinusitis

Rhinosinusitis ist eine Entzündung von Nasenschleimhaut (Rhinitis) und Schleimhäuten der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) gleichzeitig. Man unterscheidet die akute Rhinosinusitis und die chronische Rhinosinusitis (CSR).

Um eine chronische Entzündung handelt es sich per Definition dann, wenn die Entzündung:

  • Länger anhält
  • In mehr als vier Krankheitsepisoden pro Jahr auftritt ohne zwischenzeitliche beschwerdefreie Zeiten

Gewöhnlich geht der Sinusitis ohnehin eine entzündete Nasenschleimhaut voraus, sodass man die Rhinosinusitis auch als Sinusitis bezeichnen kann.

Grund für die meist gleichzeitige Entzündung ist, dass die Schleimhaut von Nase und Nasennebenhöhle eine funktionelle Einheit darstellt.

In Deutschland leiden etwa 5 Prozent der Menschen an einer chronischen Entzündung der Nasennebenhöhlen. Die Ursachen sind längst nicht vollständig geklärt, als mögliche Ursachen gelten:

  • Bakterien und Viren, seltener Pilze
  • Allergischer Schnupfen
  • Asthma
  • Verformter Nasenraum
  • Unverträglichkeit von Medikamenten, z.B. Schmerzmitteln

Symptome der Entzündungen sind Atembeschwerden, ein drückendes Gefühl in Nase und Kopf, teils auch Schmerzen. Die chronische Variante kann drei Monate, teils aber auch lebenslänglich andauern. Sie geht außerdem oft mit Polypen einher, wodurch der Geruchssinn getrübt ist.

Schwere Komplikationen treten bei der Rhinosinusitis nur selten auf, es kann jedoch zu orbitalen oder intrakraniellen Entzündungen kommen.
Die Diagnose der Rhinosinusitis beruht auf einer intensiven Befragung des Patienten nach seinen Symptomen, zusätzlich kann die Nasenhöhle endoskopisch und computertomografisch untersucht werden. Bei Verdacht auf allergische Ursachen können Allergietests angewendet werden.

Die Behandlung der Rhinosinusitis erfolgt zum Beispiel mittels Inhalationstherapie. Dabei werden auf mechanische Weise Ablagerungen in der Nase abgetragen, die Verengung (Obstruktion) wird damit aufgehoben, die Patienten können wieder freier atmen. Gleichzeitig lindert die Inhalationstherapie Reizungen der Nasenschleimhaut und hilft dieser, sich selbst zu reinigen. Nasenspülungen mit Kochsalzlösungen können ebenfalls helfen. Gleiches gilt für Wärmeinhalation von ätherischen Ölen.

Auch medikamentöse Therapien sind möglich, bei asthmatischen oder allergischen Ursachen entsprechende Mittel, etwa Cortison als Nasenspray. Daneben können Antibiotika angezeigt sein.


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