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Reiskleie

Reiskleie ist ein glutenfreies Nahrungsmittel, das sowohl beim Kochen als auch als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt wird.

Was ist Reiskleie?

Kleie ist ein Begriff für die Rückstände nach dem Absieben von Mehl bei der Getreideverarbeitung. Zurück bleiben dabei:

  • Samenschalen bzw. Fruchtschalen
  • Aleuronschicht
  • Keimling

Reiskleie besteht aus den Randschichten von Vollkorn-Reiskörnern, die beim Polieren des Reis entfernt werden, aber eine große Menge an Nährstoffen enthalten.

Früher wurde Kleie vor allem als Futtermittel eingesetzt. Als ballaststoffreiches Nahrungsmittel gewinnt es jedoch auch in der menschlichen Ernährung zunehmend an Bedeutung. So kommt die Kleie zum Beispiel in Knäckebrot und Grahambrot sowie in Müsli vor.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Neben der Reiskleie gibt es auch noch Weizenkleie, Roggenkleie, Haferkleie und weitere. Je nachdem, welchem Getreide die Kleie entspringt, ist sie unterschiedlich zusammengesetzt:

Inhaltsstoff (%)  Weizen Roggen Hafer Reis Gerste
Nichtstärke-Kohlenhydrate 45–50 50–70 16–34 18–23 70–80
Stärke 13–18 12–15 18–45 18–30  8–11
Protein 15–18 8–9 13–20 15–18  11–15
Fett 4–5 4–5 6–11 18–23 1–2

Quelle: Wikipedia

100 Gramm Reiskleie enthalten einen besonders hohen Anteil an Ballaststoffen, wie die folgende Übersicht zeigt:

  • Brennwert: 1588 kJ / 379 kcal
  • Eiweiß: 13,3 g
  • Kohlenhydrate: 45,7 g
  • davon Zucker: 0,1 g
  • Fett: 15,8 g
  • davon gesättigte Fettsäuren: 2,94 g
  • Ballaststoffe: 12,0 g
  • Natrium: 5 mg

Der hohe Gehalt an Ballaststoffen hilft dabei, die Verdauung zu regulieren.

Zudem enthält die Reiskleie reichlich Vitamine (Vitamin B1, B3 und B6, Vitamin E, Folsäure), Mineralien (Magnesium, Phosphor) und sekundäre Pflanzenstoffe. Dies macht sie zu einer interessanten Nahrungsergänzung für Sportler.

Da die Kleie kein Gluten enthält, ist sie außerdem ein guter Energielieferant für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit  – sie kann allerdings im Produktionsprozess mit Gluten kontaminiert wurden sein, deshalb immer auf den expliziten Hinweis auf der Verpackung „glutenfrei“ achten.

In den Randschichten der Reiskörner können sich jedoch auch unerwünschte Inhaltsstoffe befinden, zum Beispiel Verunreinigungen mit Schimmelpilzgiften, Pestiziden oder Schwermetallen sowie Phytin, das im Darm Vitamine und Mineralstoffe bindet und dadurch verhindert, dass diese richtig verwertet werden können.

Reiskleie anwenden

Reiskleie kann eingenommen werden:

  • über die Speisen gestreut
  • als Backzutat
  • als sättigende Beilage von Vitamin-Shakes und Smoothies
  • als Teil des Müslis

Wer die Reiskleie auf seinen Speiseplan setzt, sollte besonders auf eine ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit achten, sonst drohen Verstopfungen, schlimmstenfalls bis hin zum lebensbedrohlichen Darmverschluss.
 


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