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PUVA-Therapie

Die PUVA-Therapie ist eine Photochemotherapie, sie steht für eine Abkürzung der Kombination aus Psoralenen, die die Haut lichtempfindlicher machen mit langwelligem UV-Licht (UV-A) und wird in der Behandlung von Hauterkrankungen eingesetzt. Die PUVA-Therapie wurde schon vor 3000 Jahren in Indien und Ägypten zur Therapie von Hautkrankheiten wie der Vitiligo, der Weißfleckenkrankheit, eingesetzt. Dabei wurden die betroffenen Hautareale mit Pflanzenextrakten eingerieben und anschließend mit natürlichem Sonnenlicht bestrahlt.

PUVA-Therapie heute: Anwendung und Nebenwirkungen

Auch heute noch kommt ein Wirkstoff zum Einsatz, der in den ätherischen Ölen von Heilpflanzen vorkommt: das Psoralen. Der Wirkstoff wird entweder in Tablettenform eingenommen oder auf der Haut aufgetragen. Psoralen sensibilisiert die Haut für die langwelligen UV-Strahlen (Wellenlänge: 320-400 nm), die heutzutage von speziellen Geräten erzeugt werden. Die Wirkung kann nur in Kombination aus Psoralen und den UV-Strahlen erzeugt werden, allein eingesetzt helfen sie nicht.

Je nach Verabreichung von Psoralen unterscheidet man die systemische und die topische PUVA-Therapie:

  • Systemische PUVA: zwei Stunden vor der Bestrahlung schluckt der Patient den Photosensibilisator 8-Methoxypsoralen (8-MOP), der Wirkstoff breitet sich dann im Körper und in den Hautzellen aus
  • Topische PUVA: vor der Bestrahlung wird eine psoralenhaltige Creme auf die betroffenen Hautpartien aufgetragen oder die Stellen werden für eine Viertelstunde in einer Psoralen-Lösung gebadet.

Auch andere Medikamente können die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen, so zum Beispiel Ciclosporin.

Anschließend wird die Haut mit UV-A-Licht bestrahlt.

Die PUVA-Therapie ist bei den folgenden Hauterkrankungen eine Behandlungsmöglichkeit:

  • Schuppenflechte (Psoriasis): hierbei bindet das Psoralen nach einer Umwandlung durch die Lichteinwirkung die Stellen der Hautzellen, die für die Zellteilung verantwortlich sind, sie blockieren diese, sodass die bei Schuppenflechte übermäßige Zellteilung und damit Schuppenbildung gestoppt wird.
  • Neurodermitis
  • Vitiligo (Weißfleckenkrankheit)
  • Mastozytose
  • Pilzerkrankungen
  • Lichen ruber planus
  • Sézary-Syndrom

So wirksam die PUVA-Therapie sein kann, so reich ist sie auch an potenziellen Nebenwirkungen: so kann es zu großflächigen Verbrennungen der Haut und zur Schädigung darunterliegenden Gewebes kommen, das Hautkrebsrisiko steigt damit. Psoralen kann außerdem zu Übelkeit führen, wenn es eingenommen wird. Daher müssen die Vor- und die Nachteile der Behandlung sorgsam abgewogen und der Patient ausreichend aufgeklärt werden.
 


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