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Psoriasis-Arthritis – Ernährung

Die eine Psoriasis-Arthritis-Ernährung gibt es nicht. Keine eindeutige, wissenschaftlich fundierte Diät, aber sehr wohl einige Tipps zur Ernährung. Zwar kann keine Diät die Beschwerden jedes Patienten lindern oder die Erkrankung sogar heilen, dennoch lohnt es sich, zusätzlich zu anderen Therapie-Maßnahmen an der Ernährungsweise zu feilen, idealerweise beraten von einem Arzt oder Psoriasis-Arthritis-Experten. Übermäßige Diäten können nämlich zum Nährstoffmangel führen und die Schuppenflechte-Erkrankung von Haut und Gelenken verschlimmern.

Die folgenden Empfehlungen sind übrigens weitgehend deckungsgleich mit denen zur Ernährung bei anderen Psoriasis-Formen sowie bei Rheuma.

In jedem Fall gilt es, Übergewicht zu vermeiden. Sonst werden die entzündeten Gelenke unnötig zusätzlich strapaziert. Die Gefahr, übergewichtig zu werden, ist bei Psoriasis-Arthritis jedoch erhöht, schließlich sind Bewegungen bei Gelenkschmerzen oft eine Qual. Viele Betroffene trösten sich dann mit Süßigkeiten und Chips – ein Teufelskreis beginnt.

Anbei die wichtigsten Empfehlungen für eine geeignete Ernährung bei Psoriasis-Arthritis:

  • Glutenfreie Ernährung ausprobieren ohne Weizen, Hafer, Gerste, Roggen – Brot, Backwaren und Teigwaren, Backpulver, Bier, Getreideflocken, Mehl , Gerste …
  • Vegetarische Ernährung ohne tierische Eiweiße – also auch ohne Milch und Milcherzeugnisse
  • Wenig Zucker, Weißmehl, Wurstwaren
  • Mehrfach ungesättigte Fettsäuren können entzündungshemmend wirken, wie Omega-3-Fettsäuren (in Hering, Makrele, Lachs, Fischölen, Rapsöl, Sojaöl, Leinöl, Walnüssen, Sardinen, Thunfisch, grünblättrigem Gemüse, Blattspinat) oder Omega-6-Fettsäuren (in Maiskeimöl, Distelöl, Sonnenblumenöl, Mohnöl, Margarine)
  • Ausreichend Anti-Oxidantien aufnehmen (Vitamin A, C, E sowie Beta-Carotin), um die freien Radikale binden zu können
  • Rohkost-reiche Ernährung, statt vorwiegend Gekochtes (als Kompromiss: dampfgaren)
  • Allergenarme und säurefreie Lebensmittel wie Spirulana können ebenfalls helfen
  • Grundsätzlich auf naturbelassene Nahrungsmittel mit möglichst wenig Zusatzstoffen setzen
  • Kein Alkohol
  • Kein Kaffee

Auch wenn es nur teilweise Studien gibt, die die Wirksamkeit der aufgeführten Ernährungsweisen bei der rheumatischen Schuppenflechte belegen, steht dahinter eine nachvollziehbare Überlegung: der Organismus ist ein großes Ganzes, Krankheiten sollten nicht isoliert betrachtet und behandelt werden. Dies macht bei Erkrankungen, in denen das Immunsystem eine wichtige Rolle spielt, besonders Sinn.

Wie eingangs geschrieben: weder gibt es die eine, allgemeingültige Psoriasis-Arthritis-Ernährung, noch kann eine spezielle Diät die schulmedizinische Behandlung der Erkrankung ersetzen – einen Versuch (oder zwei) ist die Ernährungsumstellung jedoch auf jeden Fall wert.
 


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