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Pressemitteilung – Neue Allergiker Matratze

Schluss mit ungebetenen Untermietern – Innovative Matratze bringt Allergikern Erleichterung
 
BÖNNIGHEIM (IS/ri) Für Millionen Menschen in Deutschland bedeutet jede Nacht ein Martyrium: Sie leiden unter einer Hausstaubmilben-Allergie. Während Bettbezüge, Kissen und Zudecken bei Bedarf bei hohen Temperaturen in der Waschmaschine gewaschen werden können, konnte die in der Matratze befindliche Milbenpopulation und deren allergene Ausscheidungen bislang lediglich mit dicht schließenden und damit wenig atmungsaktiven Matratzenbezügen oder mit Hilfe chemischer Substanzen effektiv in Schach gehalten werden.

Das Team von Prof. Dr. Dirk Höfer vom Institut für Hygiene und Biotechnologie an den Hohenstein Instituten in Bönnigheim hat in Zusammenarbeit mit dem Matratzenhersteller Bettenhaus Gailing, Karlheinz Gailing e.K., unter der Marke „Wellmed“ eine neuartige Allergikermatratze zur Marktreife geführt.

Innerhalb der Wellmed „Allergo“-Matratze werden hygrothermale Lebensbedingungen geschaffen, unter denen die Milben sich gar nicht erst ansiedeln. Da die kleinen Spinnentiere die zum Leben notwendige Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft aufnehmen, reagieren sie auf eine trockene und warme Umgebung sehr empfindlich. Die Untersuchungen der Hohensteiner Wissenschaftler haben gezeigt, dass bereits die Erhitzung der Matratze für 90 Minuten auf 550 C zwei- bis dreimal wöchentlich ausreichend ist, um eine Ansiedelung von Milben wirkungsvoll zu verhindern. Die von der Firma roma-Strickstoff-Fabrik Rolf Mayer in Balingen zugelieferten elastischen textilen Heizmatten sind in definierten Abständen in die Matratzenschichten eingearbeitet. So ist sichergestellt, dass über den gesamten Matratzenquerschnitt hinweg die gewünschte Temperatur erreicht wird.

Durch die Verwendung eines Spezialnetzgerätes der Firma Rist Transformatorenbau GmbH in Ostfildern wird dabei, anders als z. B. bei handelsüblichen Wärmeunterbetten, mit Strom im Niedervoltbereich gearbeitet. Dadurch besteht weder die Gefahr eines Stromschlages, noch wird ein störendes elektrisches Feld aufgebaut.

Für Prof. Dr. Dirk Höfer, Leiter des Instituts für Hygiene und Biotechnologie an den Hohensteiner Instituten hat sich der Einsatz seines Teams gelohnt: „Mit Hilfe dieser Bahn brechenden Neuentwicklung können wir den Hausstaubmilben-Allergikern endlich eine unbeschwerte Nachtruhe verschaffen. Und das ohne Kompromisse an den Schlafkomfort und den Einsatz chemischer Substanzen, auf die viele von ihnen wiederum sehr empfindlich reagieren. Das wäre ohne die exzellente Zusammenarbeit mit unseren Partnern bei diesem Projekt nicht möglich gewesen.“ Mehr Informationen findet man auch auf den Seiten der Hohensteiner Institute sowie unter www.wellmed.org.

Die Entwicklungskooperation der milbenfreien Allergikermatratze wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und dessen Projektträger AiF (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V.) im Rahmen des Programms Pro Inno II gefördert. Im Rahmen dieses Programms können kleine und mittlere Unternehmen auf das Know-how wirtschaftsnaher Forschungseinrichtungen zurückgreifen. Für die Unternehmen lassen sich auf diesem Wege Produktentwicklungen realisieren, die aufgrund fehlender eigener Forschungs- und Entwicklungsabteilungen und finanzieller Ressourcen sonst oftmals nicht möglich wären.

Bönnigheim, im August 2010

 

Linktipps:

Betroffene können sich auf patientenwieich.de im Patienten-Netzwerk austauschen zu Hautreizungen und Co.


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