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Pollinose

Pollinose (auch: Pollinosis) ist ein anderer Begriff für Heuschnupfen – die häufigste und bekannteste aller allergischen Erkrankungen.

Während „Heuschnupfen“ irrtümlich vermittelt, dass Heu das Problem sei, trifft „Pollinose“ das Thema deutlich besser: schuld an den allergischen Reaktionen sind hier nämlich die Pollen von Gräsern, Bäumen, Sträuchern und Kräutern. Die Pollen sind kleinste Blütenstaubteilchen und werden von den Pflanzen aus im Wind über Kilometer verbreitet.

Unterschieden werden die Pflanzen auch nach ihrer Hauptblütesaison, also nach dem Zeitraum, in dem sie dem Pollinose-Patienten die stärksten Beschwerden bereiten. So gibt es Menschen, die nur auf Frühblüher wie Haselnuss oder Birke reagieren und das Gröbste schon im Mai überstanden haben, andere reagieren auf Pflanzen, die erst im Frühherbst blühen.

Pollinose – Symptome

Bei Kontakt mit den Allergenen zeigen sich bei der Pollinose folgende Beschwerden:

  • Niesattacken
  • Fließschnupfen, Verstopfte Nase (allergische Rhinositis)
  • Tränende, brennende oder juckende Augen (allergische Konjunktivitis)
  • Juckreiz im Hals an der Rachenschleimhaut
  • Vermehrte Entzündungen im Bereich von Hals, Nasen und Ohren sowie in den Nasennebenhöhlen

Die Pollinose kann – vor allem, wenn sie unbehandelt bleibt – zu allergischem Asthma führen, hier spricht man vom „Etagenwechsel“.

Auch Neurodermitis und allergische Urtikaria können durch Pollenkontakt ausgelöst bzw. verschlechtert werden.

Pollinose – Diagnose

Die Diagnose Pollinose stellt ein Facharzt, genauer: ein Allergologe.

Dabei nimmt er sowohl die Krankengeschichte des Patienten auf und untersucht diesen körperlich. Vor allem aber wird er Hauttests oder Bluttests einsetzen, um die entsprechenden Allergene zu identifizieren, auf die der Patient reagiert. Möglich ist auch ein nasaler Provokationstest, bei dem das Allergen auf die Nasenschleimhaut gesprüht wird, dieser wird jedoch vor allem beim ganzjährigen allergischen Schnupfen durchgeführt – im Gegensatz zum saisonalen allergischen Schnupfen, der Pollinose.

Pollinose – Therapie

Wichtigster Teil der Pollinose-Behandlung ist es, die verantwortlichen Allergene herauszufinden und bestmöglich zu meiden. Beim Heuschnupfen kann die Hyposensibilisierung sehr gut helfen, bei der der Körper nach und nach per Spritze oder Tablette an das Allergen gewöhnt wird, bis es zu keinen spürbaren Reaktionen mehr kommt. Die Hyposensibilisierung ist bis heute die einzige ursächliche Allergie-Behandlung, die jedoch im Regelfall drei Jahre dauert.

Gegen akute Beschwerden können abschwellende Mittel verabreicht werden. Daneben sind Antihistaminika, die die Entzündungen hemmen, von Bedeutung.

Werden abschwellende Nasensprays länger als empfohlen eingenommen, kann es zu vermehrten Schwellungen der Nasenschleimhaut kommen.
 


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