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Pneumologe / Pneuomologie

Ein Pneumologe ist ein Arzt auf dem Gebiet der Lungenheilkunde (Pneumologie / Pneumonologie / Pulmonologie / Pulmologie).

Pneumologen beschäftigen sich mit den Atemorganen, die frische Luft von den oberen Atemwegen über die Luftröhre und Bronchien in die Lungenbläschen transportieren. Die Lungenbläschen bringen den Sauerstoff ins Blut und die verbrauchte Luft wieder aus dem Blut heraus. An der Atmung sind außerdem noch weitere Organe beteiligt. Dazu gehört das Lungen- und Rippenfell.  Dieses sorgt dafür, dass die Lunge im Brustkorb beweglich bleibt.

Weiterhin sind eine Reihe von Knochen und Muskeln für die Atmung und damit auch für den Pneumologen von Bedeutung, die die Atembewegungen durchführen und dafür sorgen, dass die Luft ein- und ausgepumpt wird.

Ist eines dieser Organe oder eine der Funktionen gestört, kümmert sich der Pneumologe darum.

Zu den Lungenkrankheiten zählen:

  • Asthma bronchiale
  • Bronchialkarzinom (Lungenkrebs)
  • akute und chronische Bronchitis
  • chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
  • interstitielle Lungenerkrankungen
  • Lungenembolie
  • Lungenemphysem (Blählunge)
  • Lungenentzündung (Pneumonie)
  • Lungentuberkulose
  • Lungenfibrose
  • Mukoviszidose (zystische Fibrose)
  • Pleuraerguss
  • Pleuritis (Rippenfellentzündung)
  • pulmonale Hypertonie (hoher Blutdruck in den Pulmonalarterien)
  • Schlafapnoe-Syndrom

Wann man unbedingt zum Pneumologen sollte

Einen Lungenarzt sollte man dann unbedingt aufsuchen, wenn:

  • der Husten länger als 3 Wochen anhält
  • viel Auswurf besteht oder dieser eitrig oder blutig ist
  • Luftnot und Kurzatmigkeit vorhanden ist
  • der Brustkorbbereich schmerzt, vor allem beim Ein- oder Ausatmen
  • nächtliche Atemstörungen vorliegen
  • starke Schulterschmerzen vorliegen, die von anderen Ärzten nicht erklärt werden konnten (Schulterschmerzen können von bösartigen Lungentumoren hervorgerufen werden)

Der Pneumologe wird dann idealerweise ausführlich mit dem Patienten sprechen und gegebenenfalls eine oder mehrere der folgenden pneumologischen Diagnose-Verfahren anwenden:

  • Auskultation
  • Spirometrie und andere Lungenfunktionstests
  • Bronchoskopie
  • Blutgasanalyse
  • Röntgenbild, Computertomografie und Ultraschall der Lunge
  • Allergietestung

Die Therapiemöglichkeiten der Lungenheilkunde sind vielfältig. Neben Bettruhe und  einem gesünderen Lebensstil (mehr Bewegung, Abbau von Übergewicht, Nikotinentwöhnung) werden unter anderem genutzt:

  • Atemtraining
  • Allergenvermeidung oder Hyposensibilisierung (bei allergischen Erkrankungen)
  • Medikamente wie Cortison und Antibiotika
  • Beatmung und Sauerstoff-Langzeittherapie
  • Physiotherapie
  • Thoraxdrainage

 


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