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Pityriasis versicolor

Pityriasis versicolor (Kleienpilzflechte, Kleieflechte) ist eine häufig auftretende Hfepilz-Infektion der Epidermis, der obersten Hautschicht. Bei Pityriasis versicolor handelt es sich also um eine Mykose, eine Pilzerkrankung. Verantwortlich für Pityriasis versicolor sind Erreger vom Typ Malassezia furfur, eine Art von Ständerpilzen, die immer einzellig bleiben, also weder Fruchtkörper noch Mycel ausbilden. Pityriasis versicolor ist nicht ansteckend und ungefährlich.

Pityriasis versicolor – Ursachen

Bei fast 100% der Bevölkerung gehören die Malassezia-Hefepilze zur normalen Hautflora. Die genauen Ursachen der Hauterkrankung sind noch ungeklärt, man vermutet, dass sowohl Schweiß als auch die Schilddrüse eine Rolle spielen.

Pityriasis versicolor – Symptome und Diagnose

Durch die Pilzinfektion bzw. die Ausbreitung der Pilze in der Haut entsteht ein Pilzrasen, der sowohl Licht blockiert als auch die Bildung von Melanin hemmt. Dadurch wird die befallene Haut – anders als die nicht befallene Haut – nicht gebräunt, es entstehen weiße Flecken. Die Flecken können sowohl vereinzelt auftreten in Linsengröße oder auch größere Hautflächen landkartenartig bedecken.

Juckreiz tritt – anders als bei vielen anderen Pilzerkrankungen – nur geringfügig oder gar nicht auf, er kann bei Wärme jedoch etwas stärker werden.
Betroffen sind meist:

  • Oberer Rumpf
  • Hals
  • Schultern
  • Unterschenkel

Der Dermatologe erkennt die Mykose meist sofort durch einen Blick auf die Haut des Patienten, er kann jedoch auch Hautschuppen abkratzen und unter dem Mikroskop betrachten, dort zeigen sich die Hefepilze als traubenförmige, kugelartige Häufchen.

Pityriasis versicolor – Behandlung

Behandelt wird Pityriasis versicolor vor allem äußerlich mit Cremes und Salben aus der Kategorie der Antimykotika:

  • Bifonazol
  • Clotrimazol
  • Econazol
  • Naftifin
  • Terbinafin

Bei schwerem Krankheitsverlauf können auch systemisch Medikamente verabreicht werden – das heißt, als Tabletten geschluckt. Dabei kommen in der Regel folgende Wirkstoffe zum Einsatz:

  • Fluconazol
  • Itraconazol
  • Ketoconazol

Die Mykose heilt in der Regel schnell ab, hinterlässt aber noch mehrere Monate sichtbare Zeichen in Form unterschiedlich pigmentierter Haut. Bei manchen Betroffenen tritt die Krankheit auch immer wieder auf, dann können spezielle antimykotische Schampoos und Duschgels mit Selendisulfid vorbeugend eingesetzt werden.
 


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