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Pickel in der Schwangerschaft

Pickel in der Schwangerschaft sind häufig, auch bei Frauen, die nicht zuvor in ihrer Pubertät bereits von Hautunreinheiten oder Akne betroffen waren. Dabei spricht man von der „Schwangerschaftsakne“.

 

Ursache der Hautveränderungen sind hormonelle Umstellungen im Körper der Schwangeren. Während diese bei manchen Frauen zu einem neuen, schönen Teint und reiner Haut führen, bewirken sie bei anderen das Gegenteil: die meisten Frauen bekommen Pickel, vor allem im ersten Schwangerschaftsdrittel. Längst überwunden geglaubte Akne kann erneut auftreten. Schuld daran sind die Androgene, welche die Talgdrüsen vergrößern und die Talgproduktion ansteigen lassen. Ein Zuviel an Talg führt zur Verstopfung der Poren, damit zu Mitessern und damit infolge bakterieller Besiedlungen zu entzündlichen Pickeln. 

Bei der Behandlung Schwangerschaftsakne gibt es einige Besonderheiten: viele Akne-Medikamente sind für Schwangere und stillende Frauen nicht zugelassen, da sie das Ungeborene schädigen können. Dies gilt vor allem für das hochwirksame Isotretinoin (z.B. in Aknefug Iso, Roaccutan) – der Wirkstoff kann zu Fehlbildungen und Fehlgeburten führen. Ebenfalls verzichten sollten Schwangere auf

  • Airol
  • Benzoylperoxid (Aknefug oxid etc.)
  • Clindamycin (Basozin Akne Gel / Lösung)
  • Tetracycline (Imex)
  • Vitamin-A-Säure-Präparate
  • Stark alkoholhaltige Mittel

Als eher unbedenklich gelten verschreibungspflichtige Salben mit Erythromycin wie Aknefug EL oder Aknederm Ery Gel. In der Schwangerschaft sollte jedoch jedes Mittel zuvor mit dem Arzt abgesprochen werden.

Die Pickel gehen nach der Schwangerschaft meist innerhalb von einigen Wochen wieder zurück.

Bis dahin kann man einiges tun, um das Hautbild zu verbessern.

Pickel in der Schwangerschaft – Tipps

  • 2x täglich mit pH-neutraler Seife (pH-Wert von 5,5 bis 6,5) waschen oder mit einer Reinigungsmilch
  • Nur Feuchtigkeitscremes ohne Öl verwenden, zum Beispiel mit Aloe Vera
  • Haut nicht durch festes Abrubbeln mit Waschlappen oder Handtuch reizen, besser sanft trockentupfen
  • Pickel nicht ausquetschen – das verschlimmert die Symptome nur und kann zu bleibenden Narben führen
  • Make-Up gründlich entfernen, hautfreundliche Produkte ohne Öl nutzen
  • Peelings können helfen, zweimal wöchentlich
  • Bei schwerer Akne auf jeden Fall einen Hautarzt aufsuchen, Medikamente nur nach Rücksprache anwenden
  • Hinweis: Zahnpasta hilft NICHT gegen Pickel, sie trocknet die Haut aus und schädigt sie
     

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