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Permanent Make-up

Permanent Make-up stellt vor allem für Menschen mit starkem Haarausfall eine echte Alternative zum alltäglich neuen Schminken dar. Während beim herkömmlichen Make-up Farbpigmente auf die Oberhaut (Epidermis) aufgetragen werden, die sehr schnell entfernt werden können, und Tätowiergeräte auf der anderen Seite tief in die oberen und mittleren Hautschichten eindringen (1 – 3 mm Eindringtiefe), liegt das Permanent Make-up dazwischen. Hierbei werden Farben in die Keimschicht der Oberhaut (ca. 0,6 bis 1,22 mm Eindringtiefe) , einer Grenze zwischen Ober- und Lederhaut, eingebracht.

Doch auch das Permanent Make-up ist, anders als es der Name verspricht, nicht von Dauer. Nach drei bis fünf Jahren verblasst es zunehmend aufgrund der ständigen Zellerneuerung der Haut. In der Keimschicht entstehen stetig neue Zellen (Basalzellen), die sich innerhalb von vier Wochen in Hornzellen umwandeln. Dabei wandern Zellen von der Keimschicht in die oberste Schicht der Oberhaut, dort schilfern sie ab.

Wie funktioniert Permanent Make-up

Prinzipiell funktioniert das Einbringen von Permanent Make-up wie das Tatöwieren, allerdings werden dünnere Nadeln verwendet und die Farbe wird weniger tief in die Haut gespritzt.

Form und Farbe werden dabei ebenso zunächst vorgezeichnet wie beim Tätowieren. Notwendig sind in der regel zwei bis drei Sitzungen von jeweils ca. 15 Minuten. Eventuelle Nacharbeiten oder Ausbesserungen müssen in weiteren Behandlungen durchgeführt werden.

Verwendet wird das „dauerhafte“ Make-up insbesondere im Bereich der dekorativen Kosmetik, so werden Augenbrauen, Augenlider oder Lippenkonturen oft mit dieser Make-up-Art versehen. Daneben kann es medizinisch notwendig sein.

Vorteile von Permanent Make-up

Medizinisch notwendig kann das Permanent Make-up dann werden, wenn:

  • der Patient unter der Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) leidet
  • Narben nach Unfällen oder Operationen korrigiert werden sollen
  • vollständiger Haarausfall (Alopezie) vorliegt
  • die Warzenhöfe der Brust farblich rekonstruiert werden müssen

In diesen Fällen übernehmen Krankenkassen manchmal, keinesfalls aber immer, die Kosten.

Auch wenn keine Erkrankung vorliegt, greifen Frauen häufiger zum Permanent Make-up. Der Grund:

  • sie sparen sich das tägliche Auftragen / mehrfach tägliche Nachzeichnen
  • sie sind Sportler, gewöhnliches Make-up verläuft dann sehr schnell – Permanent Make-up hingegen ist wasserfest und wischfest
  • durch denn hellen Teint von Haut und Haaren sind die Augenbrauen / Wimpern ohne Make-up kaum sichtbar
  • die Frau kann sich aufgrund einer Sehstörung nicht selbst schminken

Nachteile und Risiken von Permanent Make-up

Nebenwirkungen und Risiken drohen dann, wenn keine strikte Hygiene bei der Behandlung eingehalten wird. Und auch ein unerfahrener Pgimentierer kann Schaden anrichten.

Mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Lokale (örtlich begrenzte) Infektionen der Haut
  • Allergische Reaktionen auf die verwendeten Farbpigmente: die Farben sollten nach der Internationalen Nomenklatur für Kosmetische Inhaltsstoffe (INCI) angegeben und toxikologisch unbedenklich sein
  • Lippen-Herpes
  • Zu tiefes Eindringen, was zu einer nur aufwändig umkehrbaren Dauerhaftigkeit des Make-ups führt (Tätowierung)

Entfernt werden kann das Permanent Make-up notfalls jedoch durch Lasertherapie.
 


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