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Peak-Flow-Meter

Der Peak-Flow-Meter ist ein Gerät, mit dem der Peak Flow („Spitzenströmung“) gemessen wird, ein Wert, der angibt, mit welcher Geschwindigkeit ein Mensch Luft aus seiner Lunge blasen kann. Der Peak-Flow-Meter kommt bei der Diagnose und Verlaufskontrolle von Atemwegserkrankungen wie Asthma Bronchiale zum Einsatz.

Beim Peak-Flow-Meter handelt es sich um ein etwa handgroßes Gerät aus Kunststoff. Es besteht aus einem kurzen Rohr, in dem sich ein beweglicher Luftwiderstand befindet, der mit einer Feder verbunden ist, der Luftwiderstand ist mit einem Zeiger verbunden und an der Rohrwand gibt es eine Skala, die die Zeigerposition darstellt. Vorn besitzt der Peak-Flow-Meter ein Mundstück, durch das die Luft eingeblasen wird, am anderen Ende gibt es eine Auslassdüse, durch die die Luft entweicht.

Wie funktioniert der Peak-Flow-Meter?

Atmet der Patient durch den Peak-Flow-meter aus, schiebt er den Luftwiderstand und mit ihm den Zeiger im Rohr gegen die Rückstellkraft der Feder nach vorn. Die dabei zurückgelegte Strecke hängt davon ab, wie stark die Ausatmung (Exspiration) ist – je kräftiger man hineinatmet, umso weiter schlägt der Zeiger aus.

Sobald der Atemstrom nachlässt, bleibt der Zeiger in seiner Position, er kehrt also nicht in die Ausgangsposition zurück. Nun lässt sich die Position des Zeigers auf der Skala ablesen.

Peak-Flow-Meter richtig benutzen

Mit dem Gerät kann man den Asthma-Schweregrad täglich überwachen. Die moderneren Geräte sind mittels eines Ampelsystems besonders leicht zu handhaben und zu interpretieren. Die Ampelzonen zeigen Prozentwerte vom ermittelten Bestwert.

Der Peak-Flow-Wert liegt bei Gesunden zwischen 400 und 700 Liter pro Minute, abhängig von Größe, Geschlecht und Alter. Menschen mit Asthma haben mitunter deutlich niedrigere Werte – die Luft strömt langsamer aus der Lunge.

Peak-Flow-Meter werden Asthma-Kranken zur Selbstkontrolle ihrer Erkrankung vom Arzt verschrieben. Sie sollten die Geräte zweimal täglich einsetzen und die Werte notieren. Zusätzlich sollten Messungen in allen Situationen mit Atemnot erfolgen. So lässt sich schnell einschätzen, welche Medikamente inhaliert werden müssen.

Bei der Messung sollte der Patient aufrecht sitzen, für eine korrekte Messung sind folgende Schritte einzuhalten:

  • 1.    Den Messzeiger auf Null setzen
  • 2.    Das Gerät möglichst waagerecht vor den Mund halten
  • 3.    Tief einatmen
  • 4.    Das Mundstück in den Mund führen, fest mit den Lippen umschließen
  • 5.    Kurz die Luft anhalten
  • 6.    Schnell und so kräftig wie möglich in einem Atemstoß ausatmen
  • 7.    Zeigerposition ablesen

Anschließend kann der Peak-Flow-Meter mit abgewaschen werden.

Häufige Fehlerquellen, die zu falschen Ergebnissen führen, sind:

  • Nicht mit voller Kraft ins Gerät geatmet
  • In das Gerät gehustet, statt lang und kräftig auszuatmen
  • Öffnungen mit den Fingern verschlossen
  • Bei mechanischen Peak-Flow-Metern: Messerzeiger mit den Fingern behindert

Ein Peak-Flow-Meter mit Ampelschema lässt sich folgendermaßen interpretieren:

  • Grün: Wert ist besser als 80% des Bestwerts des Patienten (derzeit keine Medikamente nötig)
  • Gelb: Wert liegt zwischen 60 und 80% des Bestwerts, geht häufig mit Husten, Luftnot und pfeifender Atmung einher (kein idealer Schutz durch die Medikamente gewährleistet, Arzt aufsuchen, nach Absprache Dosis erhöhen)
  • Rot: Wert liegt unter 60% des Bestwerts, häufig auch nachts Beschwerden (Bedarfsmedikamente einnehmen, nach 20 Minuten erneut messen, wenn der Wert nicht angestiegen ist, unbedingt den Arzt anrufen)

In Arztpraxen können weitere, genauere Funktionstest der Atemorgane durchgeführt werden, zum Beispiel mit Hilfe eines Spirometers.
 


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